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Im Topspiel der DKB HBL lässt der THW Kiel den Füchsen Berlin keine Chance und übernimmt die Tabellenspitze. Die Rhein-Neckar Löwen dominieren das Verfolgerduell.

Handball-Rekordmeister THW Kiel hat mit einem ungefährdeten Erfolg im Bundesliga-Spitzenspiel die Siegesserie der bislang ungeschlagenen Füchse Berlin beendet und die Tabellenführung übernommen.

Die Kieler ließen dem Klub-Weltmeister in der Berliner Max-Schmeling-Halle beim 26:18 (13:7) nicht den Hauch einer Chance und haben nun wie die Füchse 12:2 Punkte auf ihrem Konto.

Die Berliner hätten mit dem siebten Sieg im siebten Spiel ihren Vereinsrekord eingestellt. Beste Werfer der Begegnung waren die Kieler Nikola Bilyk und Raul Santos mit jeweils fünf Toren. Neuzugang Santos musste sich während der Partie aber böse Worte von Trainer Alfred Gislason anhören.

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Kritik aus Gummersbach

"Wir waren sehr gut vorbereitet und sehr konzentriert", sagte Steffen Weinhold bei SPORT1: "Unsere sehr gute Abwehrarbeit war der Schlüssel."

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Der Nationalspieler lobte auch die Neuzugänge Nikola Bilyk und Lukas Nilsson. "Die Jungs machen ihre Sache ziemlich gut. Sie sind 19 Jahre, aber sehr abgezockt für ihr Alter", so Weinhold.

Beim Thema Überbelastung gab es für Kiel-Manager Thorsten Storm Gegenwind aus Gummersbach. "Das ist schon fast Propaganda, dass sich Kiel und Flensburg immer melden und von Überbelastung sprechen", sagte VfL-Geschäftsführer Frank Flatten.

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Löwen gewinnen Verfolgerduell

Meister Rhein-Neckar Löwen gewann unterdessen beim VfL Gummersbach deutlich mit 27:20 (15:6) und hat als Vierter mit einem Spiel weniger 10:2 Zähler. Vor allem in der ersten Halbzeit entnervte der Titelverteidiger den Gastgeber mit der erdrückenden Defensive.

Im Angriff überzeugte einmal mehr Andy Schmid, der mit sieben Toren bester Werfer des Spiels war. Gudjon Valur Sigurdsson erzielte sechs Treffer.

Im dritten Spiel des Abends besiegte die HSG Wetzlar den Aufsteiger HSC 2000 Coburg mit 31:24 (15:9).

In der Berliner Max-Schmeling-Halle entwickelte sich von Beginn an eine hitzige Begegnung, in der die Gäste äußerst dominant auftraten. Gegen die aggressive Abwehr des THW fanden die Füchse zunächst überhaupt kein Mittel.

Heinevetter hält Füchse im Spiel

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Schnell hieß es daher 0:4 und 2:6 - ehe die Gastgeber besser ins Spiel fanden. Allerdings nur, weil Torwart Silvio Heinevetter seine Füchse mit mehr als einem halben Dutzend Paraden im Spiel hielt. Den Sechs-Tore-Rückstand zur Halbzeit konnte aber auch er nicht verhindern. 

Nach der Pause kamen die Berliner zwar innerhalb weniger Minuten auf drei Tore heran, die Kieler stabilisierten sich anschließend aber - beim 20:14 (46.) war der alte Abstand wieder hergestellt. Anschließend konnten die Berliner den Gästen nicht mehr gefährlich werden.

Füchse Berlin - THW Kiel 18:26 (7:13)
Tore: Fäth (4), Zachrisson (4), Nenadic (3), Elisson (2), Drux (1), Kozina (1), Lindberg (1/1), Reissky (1), Plaza Jimenez (1) für Berlin - Bylik (5), Santos (5), Weinhold (4), Duvnjak (3), Ekberg (2), Nilsson (2), Vujin (2), Lackovic (1),  Toft Hansen (1) , Wiencek (1) für Kiel. - Zuschauer: 8754

VfL Gummersbach - Rhein-Neckar Löwen 20:27 (6:15)
Tore: Kühn (5/1), Schindler (5), Becker (3), Schroter (2), Baumgärtner (1), Ernst (1), Mestrum (1) Pevnov (1), Schröder (1) für Gummersbach - Schmid (7/2), Ekdahl du Rietz (6), Sigurdsson (6/1), Pekeler (3), Groetzki (2), Petersson (2), Larsen (1) für die Rhein-Neckar
Zuschauer: 3240

HSG Wetzlar - HSC 2000 Coburg 31:24 (15:9)
Tore: Weber (10/3),  Björnsen (6), Kvist (5), Lipovina (4) Mirkulovski (3), Kohlbacher (2), Berggren (1) für Wetzlar - Billek (6), Kirveliavicius (5), Büdel (5), Coßbau (3/2), Kelm (2), Barsties (1), Riehn (1), Harmandic (1) für Coburg
Zuschauer: 3989

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