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Gdjon Valur Sigurdsson hat bereits 323 Spiele für die isländische Nationalmannschaft absolviert
Gdjon Valur Sigurdsson hat bereits 323 Spiele für die isländische Nationalmannschaft absolviert © Getty Images

Gudjon Valur Sigurdsson vermisst bei den Regeländerungen im Handball die Praxisnähe. Der Isländer von den Rhein-Neckar Löwen vermutet Langeweile als Anstoß.

Die Regeländerungen im Handball stoßen weiterhin größtenteils auf Ablehnung.

Nachdem es bereits bei den Olympischen Spielen in Rio Verwunderung gegeben hatte und auch SPORT1-Experte Stefan Kretzschmar den Sinn der Neuerungen und Anpassungen angezweifelt hatte, fand mit Gudjon Valur Sigurdsson von den Rhein-Neckar Löwen nun ein aktueller Profi deutliche Worte.

Die Regeln erweckten den Eindruck, "dass sie sich jemand aus Langeweile ausgedacht hat, fernab von der eigentlichen Praxis", sagte der Linksaußen bei Handball inside.

Sigurdsson würde einen "Meinungsaustausch oder einen Arbeitskreis mit Trainern wie Xavi Pascual, Nikolaj Jacobsen, Alfred Gislason, Noka Serdarusic, Ljubomir Vranjes, Talant Dujshebaev und Dagur Sigurdsson" für sinnvoll erachten. Doch "aktuell werden die, die die größte Handball-Erfahrung haben, komplett ignoriert", so der Isländer: "Experten müssten Mitspracherecht bei jeder Regeländerung haben."

Die Regel-Revolution hatte unter anderem eine neue Auslegung des Zeitspiels, den Torwart als siebten Feldspieler oder die blaue Karte bei groben Verstößen mit sich gezogen.

Die Sechs-Pässe-Regel beim passiven Spiel verlangsame für Sigurdsson das Spiel, auch die Blaue Karte sei "wenig nachvollziehbar." Der Routinier ist der Meinung, dass sich die Lage der Schiedsrichter erschwert habe.

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