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SPORT1-Experte Stefan Kretzschmar sieht in der umstrittenen Torwart-Regel die Attraktivität des Handballs gefährdet. Für andere ist sie ein gutes Mittel gegen stärkere Teams.

Die umstrittene neue Regel in der DKB Handball-Bundesliga, wonach eine Mannschaft im Angriff einen Feldspieler für den Torwart einwechseln darf und damit ein sieben zu sechs schafft, bleibt heftig umstritten.

SPORT1-Experte Stefan Kretzschmar sieht die Attraktivität des Sports durch die Regel gefährdet.

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"Es sieht blöd aus. Das hat mit Handball wenig zu tun, weil es nur noch ein Fernzielwerfen ist. Das hilft kleinen Mannschaften, klar. Aber der Attraktivität des Spiels ist damit nicht geholfen, weil die Mannschaften viel defensiver spielen. Das nervt dann nur noch", sagte er auf SPORT1.

Baur sieht Chance in der Regel

Markus Baur, Trainer des TVB Stuttgart, sieht in der neuen Rege dagegen ein gutes Mittel, um gegen stärkere Teams bestehen zu können.

"Man muss sehen, dass wir viel effektiver sind, wenn wir mit einem Mann mehr spielen. Gegen Mannschaften, die auf dem Papier viel stärker sind als wir, ist es eine Chance, im Spiel zu bleiben", sagte Baur in der Halbzeit des Spiels seiner Stuttgarter gegen die Rhein-Neckar Löwen zu SPORT1.

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Löwen-Coach Nikolaj Jacobsen akzeptierte an gleicher Stelle, dass sich Teams diesen Vorteil zunutze machen.

"Ich finde nicht, dass es schön aussieht, aber verstehe, dass das viele ausprobieren", sagte er nach dem Spiel, das seine Mannschaft 35:27 gewann (DATENCENTER: Ergebnisse/Spielplan).

Bitter: Haben dadurch einen Vorteil

Stuttgarts Schlussmann Johannes Bitter plädierte dafür, die Regel sachlicher und weniger emotional zu betrachten.

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"Man darf das nicht zu emotional sehen. Natürlich kann das Publikum unruhig werden. Aber wir wissen, dass wir dadurch einen Vorteil haben. Nicht jede Mannschaft spielt das so konsequent", sagte er nach dem Spiel. 

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