Video

Kiel - Kiels Torwart Andreas Wolff macht in seinem ersten Nordderby gegen die SG Flensburg-Handewitt den Unterschied. Nach dem Derbysieg strotzt er nur so vor Selbstbewusstsein.

Deswegen hat ihn der THW Kiel vor der Saison von der HSG Wetzlar geholt: Andreas Wolff soll in den großen Spielen den Unterschied ausmachen für den Rekordmeister.

Gleich bei seinem ersten Nordderby gegen Erzrivale SG Flensburg-Handewitt hielt der Nationaltorwart dieses Versprechen.

Wolffs Statistik aus dem Spiel ist geradezu galaktisch: Am Ende standen nach Zählung der DKB HBL 22 Paraden zu Buche, beim THW selbst hatte man sogar 25 gehaltene Bälle gesehen.

So oder so: Etwa jeden zweiten Wurf, den die SG-Stars auf sein Tor abfeuerten, entschärfte der 25-jährige Nationaltorhüter.

"Wolff war nicht nur in der Schlussphase, sondern über die ganze Spielzeit überragend", schwärmte THW-Coach Alfred Gislason im Gespräch mit SPORT1 nach dem dramatischen 24:23 (11:14)-Sieg von seinem Neuzugang.

Wolff sticht Landin aus

Gislason hatte dem Deutschen im traditionell hitzigen Nordschlager von Anfang an den Vorzug gegenüber Kiels zweitem Weltklasse-Torwart Niklas Landin gegeben. Und hielt auch nach einer schwächeren Anfangsphase an ihm fest. Dänemarks Nationalkeeper Landin kam gerade einmal für einen Siebenmeter aufs Feld - erfolglos.

Video

"Das war heute ein Spiel mit zwei Weltklasse-Torhütern", zeigte sich auch der Coach der unterlegenen Flensburger, Ljubomir Vranjes, bei SPORT1 beeindruckt. Auch Wolffs Pendant Mattias Andersson zeigte sich beim Gigantentreffen in Topform und hielt 41 Prozent der Kieler Abschlüsse.

"Dieses Spiel gehört in die Top Ten meiner besten Handballspiele", sagte Wolff selbst nach der Partie. Und das, obwohl es trotz der noch jungen Jahre des Europameisters nicht an Highlights in seiner steilen Karriere mangelt. 

"Stehen da, wo wir hingehören"

In der dramatischen Schlussphase hatte er mit einer irren Doppelparade die Führung für seine Zebras festgehalten, ehe Flensburgs Routinier Anders Eggert mit dem letzten Strafwurf der Partie die Chance auf den Ausgleich vergab.

Video

"Ich habe den Druck bei diesem Siebenmeter schon gespürt", gestand der Derbyheld im Anschluss bei SPORT1. Dabei mangelt es dem gebürtigen Rheinländer, der seine Profikarriere beim TV Kirchzell startete, grundsätzlich nicht an Selbstbewusstsein.

Dementsprechend große Töne schlug das Alphatier zwischen den Pfosten nach dem Sprung an die Tabellenspitze der HBL auch an: "Jetzt stehen wir da, wo wir hin gehören. Wenn wir so kämpfen wie heute, gibt es keinen Gegner auf der Welt, der uns schlagen kann."

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel