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München - Im ewigen Klassiker zwischen Kiel und Flensburg (So., ab 14.55 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) steht neben dem gewaltigen Prestige auch die wahre Tabellenführung auf dem Spiel.

Hochspannung im Norden: Mit dem Duell zwischen dem THW Kiel und der SG Flensburg-Handewitt (So., ab 14.55 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) findet die Mutter aller Handball-Derbys statt.

Flensburg will im Nordderby die blütenweiße Weste behalten, während Kiel mit einem Sieg die SG von Rang zwei in der Tabelle der DKB HBL verdrängen könnte.

Da Tabellenführer Füchse Berlin ein Spiel mehr als Kiel und zwei Partien mehr als Flensburg auf dem Konto hat, könnte sich der Derby-Sieger zumindest vorübergehend zum wahren Spitzenreiter aufschwingen.

Fritz erwartet große Partie

"Das sind zwei absolute Top-Mannschaften, die da aufeinandertreffen. Dazu kommt die Brisanz, dass es um sehr viel gut. Wir wissen alle: Wer Meister werden will, darf nicht viele Punkte abgeben", sagte Torwart-Legende Henning Fritz zu SPORT1.

Bereits zum 89. Mal kommt es zum großen Handball-Klassiker, stolze 50 Mal verließen dabei die Kieler als Sieger den Platz. Das Selbstvertrauen der Flensburger dürfte dennoch riesig sein. Schließlich hat die SG die letzten drei Partien alle für sich entschieden und dabei 19 Treffer mehr als der Erzrivale erzielt.

Obwohl er von 2001 bis 2007 für den THW auflief, hat Fritz keinen persönlichen Favoriten in der Partie: "Ich sehe das neutral. Ich habe in Kiel gespielt. Da hängt noch mein Herz. Aber mein Schwager ist in Flensburg als Co-Trainer verantwortlich."

Kiel benötigt Leistungssteigerung

Wenn Kiel den Flensburgern die erste Saison-Niederlage zufügen will, muss aber dringend eine Leistungssteigerung her.

Denn bei der 22:24-Niederlage in der Champions League beim Tabellenvorletzten Wisla Plock machte der THW keinen guten Eindruck. 

"Extrem viele Fehler, schlechte Würfe, falsche Entscheidungen - das muss besser werden", haderte auch Kiels Coach Alfred Gislason nach der jüngsten Pleite. Kein Wunder, dass sich auch Manager Thorsten Storm Sorgen macht. Schließlich hat der THW schon zwei Minuspunkte auf dem Konto.

"Es wäre natürlich doof, wenn wir das Spiel verlieren würden, weil dann sind es vier Punkte. Das wäre schlecht", sagte er.

Weniger Regenerationszeit für Flensburg

Die Flensburger machten es am Donnerstagabend mit dem 29:26-Erfolg bei Kadetten Schaffhausen besser. Dadurch fehlt ihnen im Vergleich zu Kiel aber ein Tag zum Regenerieren.

Müde Beine sind im Nordderby aber dennoch nicht zu erwarten, da dort jeder Spieler gerne bereit ist, an die Schmerzgrenze und darüber hinaus zu gehen. 

Nationaltorhüter Carsten Lichtlein ist sich bei SPORT1 jedenfalls sicher: "Das ist ein Schlager-Derby. Es wird wieder abgehen. Ich glaube, es wird ein enges Match."

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