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Nach drei Jahren als Spieler bei der SG arbeitet Ljubomir Vranjes seit 2010 als Trainer für die Flensburger
Nach drei Jahren als Spieler bei der SG arbeitet Ljubomir Vranjes seit 2010 als Trainer für die Flensburger © Getty Images

München und Rouen - Der heiß umworbene Trainer des HBL-Spitzenreiters forciert seinen Weggang aus Flensburg - es zieht Vranjes nach Ungarn. Doch die SG lässt sich "nicht unter Druck setzen".

Star-Trainer Ljubomir Vranjes forciert seinen Weggang aus Flensburg.

Der Coach des DKB-HBL-Spitzenreiters SG Flensburg-Handewitt sagte SPORT1 über einen möglichen Abgang im Sommer zum ungarischen Double-Gewinners Telekom Veszprem: "Ich habe Flensburg mitgeteilt, dass ich Interesse an dem Angebot habe." 

Zuvor hatte er in einem Interview mit der Website handball-world verrraten, dass er die SG um Freigabe gebeten habe. Auf das Interesse des finanzstarken Klubs angesprochen, sagte der 43-Jährige: "Ich habe mit der SG darüber gesprochen und man kann es vielleicht so ausdrücken, dass ich um meine Freigabe gebeten habe. Aber ich habe keine Macht in dieser Sache, die hat nur die SG Flensburg-Handewitt."

Vranjes, der seit 2010 Trainer der Flensburger ist und diese 2014 zum Triumph in der Champions League führte, steht bei den Nordlichtern bis 2020 unter Vertrag. Aktuell weilt er als Experte fürs schwedische Fernsehen bei der WM in Frankreich. 

Poker um Ablöse

Eine Ausstiegsklausel gebe es nicht, hatte der Schwede noch im Dezember bei SPORT1 betont: "Das haben wir auch extra so gemacht. Aber wenn das passiert, soll Flensburg auch eine Erstattung kriegen. Ich bin teuer." Auch familiäre Gründe spielen bei Vranjes' Plänen eine Rolle, die hohe Belastung zehre an ihm, erklärte er.   

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SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke bestätigte dem Medienhaus sh:z, dass ein Angebot aus Veszprem vorliege, stellte aber klar: "Wir lassen uns nicht unter Druck setzen. Eine Entscheidung wird es erst nach der WM geben."

Nachfolger aus Norwegen?

Ab dem 8. Februar (18.55 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im GRATIS-LIVESTREAM) - wenn das Nordderby gegen den nur einen Punkt schlechteren Verfolger THW Kiel ansteht - soll er Flensburg zur ersten Meisterschaft seit 2004 führen.

Schmäschke missfällt daher der Zeitpunkt des Transferpokers. "Wir müssen mit diesem Thema umso professioneller umgehen, um unsere Ziele nicht zu gefährden." 

Als möglicher Nachfolger ist laut sh:z der norwegische Nationaltrainer Christian Berge im Gespräch. "Christian Berge ist ein interessanter Name, und er ist eine interessante Persönlichkeit, aber es gibt noch andere interessante Namen", so Schmäschke. Berge lief von 1999 bis 2006 im SG-Trikot auf und führte die Norweger als Trainer 2016 bis ins EM-Halbfinale, wo sie erst in der Verlängerung dem späteren Europameister Deutschland unterlagen.

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