vergrößernverkleinern
THW Kiel v Rhein Neckar Loewen - EHF Champions League Quarter Final Leg 1
Andreas Wolff hat offen über einen Abschied aus Kiel gesprochen © Getty Images

München - SPORT1-Experte Stefan Kretzschmar bewertet die Abschiedsgedanken von Kiel-Keeper Andreas Wolff als "vermessen". Wolff sei schlecht beraten, solche Interviews zu geben.

Die Wechselgedanken von Nationalkeeper Andreas Wolff schlagen weiter hohe Wellen.

SPORT1-Experte Stefan Kretzschmar hat die Aussagen Wolffs zu seiner Zukunft scharf kritisiert.

"Andreas Wolff ist schlecht beraten, solche Interviews zu geben. Er spielt beim großen THW Kiel und bekommt durchaus seine Spielanteile", sagte der 44-Jährige: "Wenn du zum THW Kiel gehst und der zweite Torwart Niklas Landin heißt, dann weißt du, dass du zwei Weltklassetorhüter hast und sich die Spielanteile halbieren. Sich darüber jetzt aufzuregen, finde ich ganz schön vermessen."

Der DHB-Keeper hatte sich mit dem Verein nicht über eine Verlängerung seines Vertrages einigen können und kokettierte zuletzt beim NDR mit einem Wechsel. "Man muss seine Schlüsse daraus ziehen und sich Gedanken machen", erklärte Wolff.

Wolff "hat sich keinen Gefallen getan"

Der 26-Jährige war erst vor der abgelaufenen Saison aus Wetzlar nach Kiel gewechselt, ist aber nicht zufrieden mit seinen Einsatzzeiten. Unter anderem hatte er im so wichtigen Viertelfinale der Champions League gegen den FC Barcelona überhaupt nur für einen Siebenmeter das Feld gesehen - zum Saisonausklang gegen Balingen ganze 19 Sekunden.

Da er schon vor der herausragenden EM 2016 - als sein Stern weltweit aufging - in Kiel unterschrieben hatte, waren die finanziellen und sportlichen Voraussetzungen im Sommer dann natürlich plötzlich völlig andere.

"Wenn er so frühzeitig beim THW unterschreibt, haben da zwei Seiten auch immer ihren Anteil daran. Deswegen finde ich, dass er sich keinen Gefallen mit diesem Interview getan hat", erklärte Kretzschmar.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel