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Casper Ulrich Mortensen (l.) und Fabian Böhm erzielten zusammen 13 Tore für die TSV Hannover-Burgdorf © Imago

Die TSV Hannover-Burgdorf bleibt in der Handball-Bundesliga das Team der Stunde. Trotz langem Rückstand schlagen sie den SCM. Auch die Füchse bleiben makellos

Die TSV Hannover-Burgdorf hat dank einer furiosen Aufholjagd ihren Siegeszug in der Handball-Bundesliga fortgesetzt.

Das Überraschungsteam gewann das Topspiel gegen den SC Magdeburg nach langem Rückstand mit 32:30 (13:17) und feierte den fünften Sieg im fünften Spiel. Weiter ohne Verlustpunkt stehen auch die Füchse Berlin da, die bei Aufsteiger TV Hüttenberg mit 30:28 (16:16) siegten und nun 6:0 Punkte auf dem Konto haben (SERVICE: Die Tabelle).

Tabellenführer Hannover erwischte zwar einen schwachen Start, drehte nach der Pause aber kräftig auf. Die Niedersachsen machten aus einem 14:20 zunächst ein 22:22 und hatten auch in der Schlussphase die besseren Nerven.

Mortensen wirft neun Tore

Der Däne Casper Ulrich Mortensen war mit neun Toren besser Werfer der Gastgeber, für Magdeburg (6:6 Punkte) erzielte Landsmann Mads Christiansen sogar zwölf Treffer.

"Wir sind sehr glücklich. Magdeburg war lange Zeit besser, aber meine Mannschaft hat immer an sich geglaubt und ist zurückgekommen. Wir haben momentan einen kleinen Lauf und hoffen, dass dieser noch ein wenig anhält", sagte Hannovers Trainer Carlos Ortega.

Die Füchse verbuchten derweil den dritten Sieg im erst dritten Spiel. Herausragender Werfer der Hauptstädter war der Serbe Petar Nenadic mit neun Toren. Hüttenberg wartet derweil weiter auf den ersten Saisonerfolg (1:9).

Dämpfer für Melsungen

Einen leichten Dämpfer kassierte die MT Melsungen. Die zu Saisonbeginn personell stark aufgerüstete Mannschaft kam beim TBV Lemgo nicht über ein 26:26 (12:13) heraus und musste nach drei Erfolgen in Serie wieder Punkte lassen.

Europameister Julius Kühn, von Altmeister VfL Gummersbach zur MT gekommen, war mit acht Treffern bester Werfer der Gäste, für die Dener Jaanimaa aus Estland sieben Tore beisteuerte. Für Lemgo traf Isaias Guardiola (5) am besten. Die Nordhessen weisen nunmehr 7:3 Punkte auf.

Kraus gibt Comeback für Stuttgart 

Das Derby zwischen dem TVB Stuttgart und Aufsteiger Die Eulen Ludwigshafen entschied der Gastgeber mit 25:22 (13:12) für sich. Die Stuttgarter (4:4) setzten sich damit ins Mittelfeld der Tabelle ab, Ludwigshafen (2:8) verharrt im Abstiegskampf. Ex-Weltmeister Michael Kraus, der zuletzt unter einer Überlastungsreaktion in der Lendenwirbelsäule litt und für das Spiel fraglich war, konnte auflaufen und erzielte für Stuttgart fünf Tore.

Die Spiele im Stenogramm:

TSV Hannover-Burgdorf - SC Magdeburg 32:30 (13:17)
Tore: Mortensen (9), Johannsen (6), Böhm (4), Häfner (4), Brozovic (3), Pevnov (2), Karason (2), Patrail (1), Olsen (1) für Hannover - Christiansen (12), Weber (7), Damgaard (5), O'Sullivan (2), Chrapkowski (1), Bezjak (1), Musa (1), Musche (1) für Magdeburg
Zuschauer: 3709

TBV Lemgo - MT Melsungen 26:26 (13:12)
Tore: Guardiola (5), Hornke (4/1), Theuerkauf (4), Suton (3), Kogut (3), Zieker (3), Klimek (2), Bartok (2) für Lemgo - Kühn (8), Jaanimaa (7), Mikkelsen (4), Allendorf (2/2), Maric (2), Boomhouwer (1), Lemke (1), Reichmann (1) für Melsungen
Zuschauer: 3071

TV Hüttenberg - Füchse Berlin 28:30 (16:16)
Tore: Wernig (7), Mappes (4), Lipovina (4), Rompf (3), Stefan (3), Zörb (2), Sklenak (1), Johannsson (1), Sicko (1), Fernandes (1), Ritschel (1) für Hüttenberg - Nenadic (8), Wiede (5), Zachrisson (4), Drux (4), Lindberg (3), Schmidt (2), Plaza Jimenez (2), Vukovic (1), Struck (1) für Berlin
Zuschauer: 1731

TVB Stuttgart - Die Eulen Ludwigshafen 25:22 (13:12)
Tore: Schagen (9/4), Salger (6), Kraus (5/1), Schweikardt (3/1), Hafner (1), Schimmelbauer (1) für Stuttgart - Djozic (4/2), Durak (4/1), Dietrich (4), Dippe (3), Remmlinger (3), Scholz (2), Feld (1), Klier (1) für Ludwigshafen
Zuschauer: 2251
Besonderes Vorkommnis: Rote Karte für Dietrich (54:03) 

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