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Andy Schmid ist seit Jahren bester Spieler der Rhein-Neckar Löwen
Andy Schmid ist seit Jahren bester Spieler der Rhein-Neckar Löwen © Getty Images

Die Rhein-Neckar Löwen kassieren wettbewerbsübergreifend nach 17 Spielen wieder eine Niederlage. Die Füchse Berlin bauen die Tabellenführung aus. Auch Kiel siegt.

Die Rhein-Neckar Löwen haben in der Handball-Bundesliga nach neun Siegen in Folge die erste Niederlage hinnehmen müssen. Am 13. Spieltag unterlagen die zuvor wettbewerbsübergreifend 17 Spiele unbesiegten Mannheimer beim Tabellen-Fünften MT Melsungen 26:29 (13:15).

Europameister Hendrik Pekeler war danach mächtig angefressen. "Das war eine einzige Katastrophe", schimpfte der Kreisläufer der Löwen. Die überraschende Pleite hatte nicht nur beim Nationalspieler deutliche Spuren hinterlassen.

Pekeler und Co. wirkten erschöpft, der deutsche Meister war bei dem 26:29 phasenweise überfordert. Und die Konkurrenz aus Flensburg und Berlin nutzte den Patzer eiskalt aus.

Während die Füchse Berlin mit einem nie gefährdeten 37:29 (17:14)-Sieg bei GWD Minden und nun 23:5 Punkten die Tabellenführung ausbauten, schob sich die Flensburg-Handewitt mit einem 38:23 (20:9)-Kantersieg gegen Aufsteiger TV Hüttenberg und 21:5 Zählern an den Löwen (20:4) vorbei auf Platz zwei. Flensburg hat allerdings ein, die Löwen zwei Spiele weniger absolviert als die Berliner (DATENCENTER: Die Tabelle).

Duell der Häfner-Brüder geht an Kai

Das erste Bruder-Duell zwischen Europameister Kai Häfner von Hannover-Burgdorf und dem sieben Jahre jüngeren Top-Talent Max Häfner (21) vom TVB Stuttgart entschieden die Niedersachsen mit 27:20 (16:11) für sich und festigten mit 19:7 Punkten den vierten Tabellenplatz.

Kai Häfner avancierte mit fünf Treffern zum Top-Scorer der Partie, sein junger Bruder traf einmal ins Netz. Keine Probleme hatte der THW Kiel: Der zuletzt kriselnde frühere Serienmeister blieb beim 29:19 (16:12) gegen den TBV Lemgo zum sechsten Mal in Folge unbesiegt. 

Die zuletzt von Reisestrapazen und den viel diskutierten zwei Spielen binnen 25 Stunden in Leipzig und Barcelona geplagten Löwen legten auch in der Kasseler Rothenbach-Halle furios los und führten nach 13 Minuten 8:3. Je näher die Halbzeit rückte, desto schwerer wurden aber die Beine. Zur Pause (15:13) hatte Melsungen die Partie bereits gekippt.

Torwart Simic überragt

Angeführt vom wurfgewaltigen Nationalspieler Julius Kühn (9 Tore) und dem herausragend Keeper Nebojsa Simic baute Melsungen die Führung im zweiten Durchgang bis zum 20:15 weiter aus.

Die Löwen kamen beim 22:20 und 23:21 noch einmal bis auf zwei Tore heran, Melsungen blieb aber cool und machte den neunten Saisonsieg perfekt. "Wir waren nicht schlau genug, nicht clever genug im Kopf", sagte Löwen-Regisseur Andy Schmid bei Sky: "Wir hatten vier Tage Pause vor dem Spiel. Zu sagen, wir hätten keine Kraft mehr gehabt, wäre ein billiges Alibi."

Die Spiele im Stenogramm:

SG Flensburg-Handewitt - TV Hüttenberg 38:23 (20:9)
Tore: Zachariassen (11), Mogensen (5), Svan (5), Lauge Schmidt (4), Wanne (4), Steinhauser (3), Glandorf (3), Jeppson (1), Mahe (1/1), Rod (1) für Flensburg - Lipovina (6), Wernig (5/1), Johansson (2), Roth (2), Mappes (1), Hofmann (1), Rompf (1), Zörb (1), Fernandes (1), Stefan (1), Sklenak (1), Lambrecht (1) für Hüttenberg
Zuschauer: 5543

THW Kiel - TBV Lemgo 29:19 (16:12)
Tore: Vujin (6), Bilyk (6), Ekberg (5/2), Nilsson (4), Frend-Ofors (3), Landin Jacobsen (2), Wiencek (2), Zeitz (1) für Kiel - Zieker (5), Suton (3), Bartok (3), Valiullin (3), Theuerkauf (3/1), Hornke (2/2), für Lemgo
Zuschauer: 10.285

SC Magdeburg - HC Erlangen 28:22 (13:11)
Tore: Bezjak (7), Christiansen (4), Weber (3/2), Damgaard (3), Mertens (3), O'Sullivan (2), Musche (2), Musa (2), Pettersson (1), Chrapkowski (1) für Magdeburg - Steinert (7), Link (5), Schröder (4), Thümmler (3), Stranovsky (2/1), Lux (1) für Erlangen
Zuschauer: 5648

MT Melsungen - Rhein-Neckar Löwen 29:26 (15:13)
Tore: Kühn (9), Reichmann (5/2), Allendorf (5/1), Schneider (3), P. Müller (2), Simic (2), Jaanimaa (1), M. Müller (1), Mikkelsen (1) für Melsungen - Schmid (8), Petersson (5), Sigurdsson (4/1), Rnic (4), Groetzki (2), Reinkind (1), Larsen (1), Pekeler (1) für Rhein-Neckar
Zuschauer: 4300

HSG Wetzlar - Die Eulen Ludwigshafen 30:21 (13:10)
Tore: Kohlbacher (7), Ferraz (5), Holst (5/4), Kvist (4), Herman (4), Bjornsen (4), Forsell Schefvert (1) für Wetzlar - Durak (6/4), Schmidt (4), Scholz (2), Hader (2), Remmlinger (2), Falk (2), Egelhof (1), Dippe (1), Dietrich (1) für Ludwigshafen
Zuschauer: 4003

TSV Hannover-Burgdorf - TVB Stuttgart 27:20 (16:11)
Tore: Häfner (5), Olsen (4), Böhm (3), Mortensen (3/2), Pevnov (3), Kastening (3), Brozovic (2), Christophersen (1), Patrail (1), Karason (1), Lehnhoff (1) für Hannover - Schagen (4/3), Schweikardt (4), Orloswki (4), Salger (2), Weiss (2), Maier (1), Späth (1), Kretschmer (1), Häfner (1) für Stuttgart
Zuschauer: 3272

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