Video

Die Rhein-Neckar Löwen verlieren gegen Frisch Auf Göppingen, der THW Kiel gegen Gummersbach. Die SG Flensburg-Handewitt erobert derweil die Spitze.

Die SG Flensburg-Handewitt hat in der Bundesliga die Tabellenspitze übernommen, Titelverteidiger Rhein-Neckar Löwen gerät dagegen immer mehr ins Straucheln.

Während Flensburg mit einem 29:24 (15:12) im Topspiel gegen den SC Magdeburg am Donnerstag die spielfreien Füchse Berlin von der Spitze verdrängte, verloren die Löwen bei Frisch Auf Göppingen 26:28 (14:14), kassierten die dritte Pflichtspielniederlage in Folge und fielen auf Platz vier zurück (DATENCENTER: Die Tabelle).

"In der ersten Halbzeit hatten wir das Spiel insgesamt gut in Griff, haben aber trotzdem zu viele technische Fehler gemacht", sagte Löwen-Coach Jacobsen. "In der zweiten Halbzeit haben wir erst mal zwei Siebenmeter verschossen. Trotzdem sind wir zum Ausgleich gekommen, da unser Überzahlspiel gut funktioniert hat."

Am Ende habe aber das Glück gefehlt.

Kiel im grauen Mittelmaß

Der kriselnde THW Kiel leistete sich derweil erneut eine unerwartete Niederlage. Der Rekordchampion, der am Mittwoch gegen Flensburg ran muss, unterlag beim abstiegsbedrohten Altmeister VfL Gummersbach 27:31 (11:16) und steckt nach der fünften Saisonniederlage im grauen Mittelmaß fest.

Außerdem verbuchte am Donnerstag der SC DHfK Leipzig einen 35:21 (17:8)-Kantersieg bei den Eulen Ludwigshafen.

TSV Hannover-Burgdorf verdrängte mit einem 29:27 (15:11)-Erfolg beim TBV Lemgo die Löwen (20:6) von Platz drei.

Harter November für Löwen

Flensburg und die Füchse, die am Sonntag HSG Wetzlar empfangen, haben beide 23:5 Punkte auf dem Konto.

Der Meister aus Mannheim muss der brutalen Belastung im "heißen" November immer mehr Tribut zollen. Vor den Niederlagen in Melsungen, in der Champions League in Skopje und nun in Göppingen hatte das Team von Trainer Nikolaj Jacobsen 17 Spiele in Folge nicht verloren.

Kneule kaum zu bändigen

Acht Tore von Regisseur Andy Schmid reichten den Löwen bei Frisch Auf nicht zum Sieg. Vor allem Göppingens Tim Kneule (neun Tore) bekamen die Gäste nicht in den Griff.

Flensburg musste sich gegen Magdeburg 50 Minuten lang kräftig zu Wehr setzen, gewann aber nach einer starken Leistung letztlich souverän.

"Ich bin stolz auf die Jungs", sagte Flensburgs Trainer Maik Machulla nach dem achten Pflichtspiel-Sieg in Folge bei Sky: "Ich könnte jeden von ihnen küssen."

Die Spiele im Stenogramm:

FA Göppingen - Rhein-Neckar Löwen 28:26 (14:14)
Tore: Kneule (9), Kozina (6) Schiller (5/2), Sesum (4), Damgaard Espersen (2), Ritterbach (1), Rentschler (1) für Göppingen - Schmid (8), Sigurdsson (7/2), Petersson (4), Larsen (2), Pekeler (2), Groetzki (2), Reinkind (1) für Rhein-Neckar
Zuschauer: 4500

TBV Lemgo - TSV Hannover-Burgdorf 27:29 (11:15)
Tore: Hornke (5/2), Hubscher (5), Ebner (5), Suton (3), Klimek (3), Van Olphen (3), Theuerkauf (2), Kogut (1) für Lemgo - Mortensen (8/4), Olsen (7), Häfner (5), Brozovic (4), Johannsen (2), Karason (2), Patrail (1) für Hannover
Zuschauer: 3685

Die Eulen Ludwigshafen - DHfK Leipzig 21:35 (8:17)
Tore: Remmlinger (5), Dietrich (4), Weber (4), Feld (3), Schmidt (2), Dippe (1), Djozic (1), Haider (1) für Ludwigshafen - Kunkel (9/2), Rojewski (5), Semper (4), Pieczkowski (4), Janke (4), Meschke (3), Milosevic (2), Krzikalla (2), Binder (1), Jurdzs (1) für Leipzig
Zuschauer: 1856

SG Flensburg-Handewitt - SC Magdeburg 29:24 (15:12)
Tore: Toft Hansen (6), Mahe (5/1), Mogensen (5), Svan (4), Wanne (4), Jeppsson (3), Glandorf (2) für Flensburg - Weber (12/6), Musche (4), Christiansen (2), Zelenovic (2), Kalarash (1), Damgaard (1), O'Sullivan (1), Chapkowski (1) für Magdeburg
Zuschauer: 6025

VfL Gummersbach - THW Kiel 31:27 (16:11)
Tore: Zhukov (7), Preuss (6), Schroter (6), Pujol (4), Kopp (4), Sommer (3), Matic (1) für Gummersbach - Nilsson (6), Wiencek (5), Bilyk (5), Ekberg (3/1), Vujin (3), Frend-Ofors (2), Dahmke (2), Toft Hansen (1) für Kiel
Zuschauer: 4036

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel