vergrößernverkleinern
Deutschlands Kapitän Steffen Weinhold kann sich der Unterstützung von Rammsteins Schneider (l.) und Elton sicher sein
Deutschlands Kapitän Steffen Weinhold kann sich der Unterstützung von Rammsteins Schneider (l.) und Elton sicher sein © facebook.com/Kretzsches.Fanpage / Getty Images

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft will gegen Russland ihren Traum von einer Medaille wahren. Das Selbstvertrauen ist groß, der Respekt des Gegners ebenfalls.

Verlieren verboten, Träumen erlaubt: So lautet das Motto der deutschen Handball-Nationalmannschaft vor dem zweiten EM-Hauptrundenspiel gegen Russland am Sonntag (ab 18 Uhr im LIVETICKER).

"Die Jungs können träumen, wie sie wollen", sagte Bundestrainer Dagur Sigurdsson nach dem klaren 29:19-Erfolg gegen Ungarn: "Das heißt aber trotzdem, dass wir gegen Russland unser bestes Spiel machen müssen. Für mich ist das ein Endspiel." (SERVICE: Das sind die DHB-Gegner in der Hauptrunde)

An prominenter Unterstützung mangelt es dem DHB-Team nicht: SPORT1-Experte Stefan Kretzschmar hat für ein Facebook-Video Stimmen eingeholt, um Kapitän Weinhold und Co. den Rücken zu stärken - unter anderem von den Comedians Elton und Kurt Krömer, Frontmann Campino von der Punkband Die Toten Hosen, Schneider von den Rockband Rammstein, Tennis-Star Sabine Lisicki sowie ihrem Lebensgefährten Oliver Pocher. 

Kretzschmar selbst fordert, für die Dauer des zweiten Hauptrundenspiels "die deutsch-russische Freundschaft ruhen zu lassen".

Bundestrainer Sigurdsson formuliert es weniger markig und ermahnt seine Spieler zu voller Konzentration. "Man kann nicht einfach auf Autopilot drücken. Es läuft nicht von allein", so Sigurdsson.

Keeper Wolff spricht schon vom Titel

Entsprechend fokussiert wirkte der 42-Jährige auch am spielfreien Samstag. Sigurdsson spürt, dass der Weg seiner Jungspunde bei der EM in Polen noch lange nicht zu Ende ist.

Bei einem weiteren Sieg gegen die Russen winkt am Mittwoch ein Showdown gegen Vize-Europameister Dänemark um einen Platz im Halbfinale. "Die Dramaturgie ist jetzt wie für uns gemacht", sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning.

Mit jeder Minute und jedem Sieg wächst das Selbstvertrauen im deutschen Lager. "Ganz klar, das Ziel jeder Mannschaft muss der Titel sein", sagte Shootingstar Andreas Wolff forsch.

Wenn die Mannschaft sich weiter von Spiel zu Spiel konzentriere, "dann können wir vielleicht sogar diese Reise antreten", so der Torhüter, der mit 41 Prozent gehaltener Bälle gegen Ungarn erneut einen Sahnetag erwischte.

Und auch Kreisläufer Pekeler unterstrich: "Unser Ziel ist jetzt ganz klar das Halbfinale. Dem gilt es alles unterzuordnen."

Großer Respekt bei Gegner Russland

Erfüllen sich Wolff, Pekeler und Co. ihren Traum, wäre es der erste Halbfinaleinzug einer deutschen Nationalteams bei einem internationalen Großereignis seit Platz vier bei der EM 2008.

Bei den Russen, die sich in Polen mit einer guten Mischung aus erfahrenen Spielern und jungen Profis noch die Teilnahme an einem Olympia-Qualifikationsturnier sichern möchten, ist der Respekt groß.

"Diese deutsche Mannschaft ist hungrig und will der ganzen Welt zeigen, was sie kann", sagte Trainer Dimitri Torgowanow, der in seiner aktiven Zeit jahrelang in der Deutschland spielte.

Mit seiner Analyse trifft es Torgowanow auf den Punkt, die deutschen Handballer sind in der Tat hungrig und noch lange nicht satt.

"Wir hoffen, dass das Ungarn-Spiel nicht unser bestes Spiel bei dieser EM bleibt", sagte Keeper Wolff. Es klang wie eine Drohung.

Sein Bauchgefühl für den weiteren Turnierverlauf? "Dass wir alles gewinnen."

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel