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Heine Jensen ist nicht mehr Trainer der Nationalmannschaft
Heine Jensen ist nicht mehr Trainer der Nationalmannschaft © imago

Der Deutsche Handballbund (DHB) hat den Vertrag mit Frauen-Bundestrainer Heine Jensen rückwirkend zum 31. Dezember 2014 aufgelöst.

Das gab der Verband am Mittwoch bekannt. Ein Nachfolger wurde noch nicht benannt. Jensens Vertrag war erst im Dezember 2013 bis Ende 2017 verlängert worden.

"Wir haben eine mit Platz zehn enttäuschende Europameisterschaft hinter uns", sagte DHB-Präsident Bernhard Bauer: "Inzwischen haben wir zahlreiche Gespräche geführt. Noch in Zagreb und in den Tagen danach haben wir mit den Trainern, aber auch mit Spielerinnen intensiv gesprochen und dabei die Spiele des letzten Jahres analysiert. Leider sind wir keinen Schritt vorwärts gekommen."

Ausführlich nahm Bauer nochmal auf der Pressekonferenz des DHB vor den WM-Vorbereitungsspielen der Männer-Nationalmannschaft gegen Tschechien (Fr., ab 20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) in Stuttgart Stellung.

"Sie werden von mir jetzt nicht hören, dass wir schon einen neuen Trainer haben. Wir haben eine Arbeitsgruppe gegründet und werden uns die Zeit lassen, die notwendig ist, um die richtige Lösung zu finden. Eine Lösung, die auch nachhaltig ist und uns die Garantie gibt, dass die Nationalmannschaft weiterkommt", schilderte der 64-Jährige.

Als Ziel nannte er die Teilnahme an Olympia 2016 in Rio, "um dann die richtigen Voraussetzungen für die WM 2017 in Deutschland zu setzen".

Und Bauer sprach über wichtige Kriterien bei der Trainersuche. "Es sollte ein Trainer oder Trainerin sein, die bewiesen haben, dass sie erfolgreich arbeiten können. Es sollte auch jemand sein, der oder die international anerkannt ist", erklärte er. "Und es sollte jemand sein, der oder die auf junge Spielerinnen setzt."

Für die Suche nach einem Nachfolger ist nun DHB-Vizepräsident Bob Hanning zuständig, unter anderem stehen nach SID-Informationen die Namen Dirk Leun, Renate Wolf und Velimir Petkovic auf seiner Liste.

Der nächste Lehrgang ist bereits im März, im Juni sind dann die WM-Playoffs gegen Russland.

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