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Anna Loerper (rechts) wurde zur besten Spielerin der Saison gewählt
Anna Loerper (r.) und die deutsche Frauen-Auswahl ist bei der nächsten WM nur dank einer Wildcard dabei © Getty Images

Der Ex-Welthandballer fordert mit Blick auf die Heim-WM 2017 eine personelle Neuausrichtung bei der Frauen-Auswahl. Die bisherigen Maßnahmen gingen nach hinten los.

Der frühere Welthandballer Daniel Stephan fordert nach der WM-Wildcard für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft eine personelle Neuausrichtung.

"Es muss dringend ein Umbruch eingeleitet werden, sonst wird bei der Heim-WM 2017 nichts zu holen sein", sagte Stephan. Trotz sportlich verpasster Qualifikation hatte das deutsche Team am Montag vom Weltverband IHF noch ein Ticket für die Weltmeisterschaft im Dezember in Dänemark erhalten.

"Nach der enttäuschenden EM und dem daraus resultierenden Trainerwechsel waren in der WM-Quali keine Fortschritte zu sehen - im Gegenteil", kritisierte Stephan. Der "erforderliche Umbruch" sei nach der Verpflichtung von Jakob Vestergaard als neuem Coach nicht eingeleitet, "sondern ältere Spielerinnen zurückgeholt worden. Diese Maßnahmen gingen nach hinten los".

Auch die deutschen Männer hatten bei ihrer WM zu Jahresbeginn in Katar von einer umstrittenen Wildcard profitiert und am Ende den siebten Platz belegt. "Natürlich bleibt ein fader Beigeschmack, aber trotzdem muss man das als Chance sehen, auch den Frauenhandball wieder nach vorne zu bringen", sagte Stephan.

Durch die umstrittene Wildcard haben die deutschen Frauen, die bei der EM zuletzt nur Zehnter wurden, plötzlich auch wieder die Chance auf die Teilnahme an den Olympischen Spielen im nächsten Sommer in Rio.

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