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Selbst eine Niederlage gegen Russland wäre nicht gleichbedeutend mit dem Aus für die WM © Imago

Die deutschen Handballerinnen können selbst bei einem Scheitern in den Playoffs auf die WM-Teilnahme hoffen. Generalsekretär Mark Schober äußert sich skeptisch.

Die deutschen Handballerinnen dürfen sich selbst bei einem Scheitern im Play-off-Rückspiel am Samstag gegen Russland Hoffnungen auf die Teilnahme an der Weltmeisterschaft im Dezember in Dänemark machen.

Wie die deutschen Männer bei der WM zu Jahresbeginn in Katar könnten nun auch die Frauen von einer Wildcard-Regelung profitieren. Die Internationale Handball-Föderation (IHF) vergibt für die WM-Endrunde in Dänemark (5. bis 20. Dezember 2015) zwei Startplätze ohne sportliche Kriterien.

"Damit beschäftigen wir uns momentan nicht", sagte DHB-Generalsekretär und Interimspräsident Mark Schober am Donnerstag: "Wir haben in keinster Weise irgendeinen Anspruch auf die WM-Teilnahme, wenn wir uns sportlich nicht qualifizieren sollten. Deswegen stellt sich diese Frage nicht."

Die DHB-Auswahl steht nach der 20:22-Heimniederlage im Hinspiel gegen Russland mit dem Rücken zur Wand. Neben der WM-Teilnahme steht im Rückspiel am Samstag (ab 16 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) in Astrachan auch die Qualifikation für die Olympischen Spiele im nächsten Sommer in Rio auf dem Spiel.

Die Wildcard-Regelung hatte der IHF-Rat während der Männer-WM in Doha beschlossen. Betroffen von dem Beschluss ist der Panamerikanische Verband (PATHF), dem durch den WM-Titel Brasiliens bei der WM 2013 ursprünglich sechs WM-Plätze zugestanden hätten, der aber nur vier Startplätze erhält. Wie das Magazin Handball Time berichtet, wurde die Entscheidung mit der mangelnden sportlichen Qualität des panamerikanischen Kontinents begründet.

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