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Jakov Vestergaard
Jakob Vestergaard ist seit März 2015 Bundestrainer der deutschen Frauen © dpa Picture Alliance

Die deutschen Frauen haben in der Qualifikation für die EM 2016 auch ihr zweites Spiel gewonnen und in der Gruppe 7 mit 4:0 Punkten zu Tabellenführer Frankreich aufgeschlossen.

Das Team von Bundestrainer Jakob Vestergaard besiegte Gastgeber Island in Reykjavik trotz einer mäßigen Leistung mit 22:17 (12:11).

Am Mittwoch hatte es in Coburg ein 29:18 gegen die Schweiz gegeben.

Vestergaard: "Leistung nicht gut genug"

"Wir haben noch einmal gewonnen, das macht mich sehr zufrieden. Aber unsere Leistung war nicht gut genug, wir haben zu viele Fehler gemacht", sagte Vestergaard und betonte: "Wir haben noch viel Arbeit vor uns."

Die deutsche Mannschaft profitierte gegen Island in der Anfangsphase von der Angriffsschwäche der Gastgeberinnen, die vor dem von Clara Woltering gehüteten Tor zunächst kaum etwas zustandebrachten.

Schnell führten die Gäste mit 7:2 (10. Minute), ehe die Abwehr phasenweise in einen Tiefschlaf verfiel und innerhalb von vier Minuten fünf Gegentreffer zum Ausgleich kassierte.

In der Folge blieb Island bis zum 11:11 hartnäckig dran, erst ein ansatzloser Wurf von Kim Naidzinavicius zwölf Sekunden vor der Sirene sicherte der deutschen Mannschaft wenigstens eine knappe 12:11-Pausenführung.

Müller beste Werferin

Auch in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit witterten die Gastgeberinnen ihre Chance, dann aber erspielte sich Deutschland zwischenzeitlich ein Sechs-Tore-Polster und gewann letztlich ungefährdet.

Beste deutsche Werferin war Linkshänderin Susann Müller (SG BBM Bietigheim), die sieben Treffer erzielte.

In der EM-Qualifikationsgruppe 7 muss sich das DHB-Team bis Juni kommenden Jahres außerdem noch mit Frankreich messen.

Die ersten beiden Teams jeder Gruppe sowie der beste Gruppendritte dürfen an der Europameisterschaft im Dezember 2016 teilnehmen. Gastgeber Schweden ist gesetzt.

Im Dezember dieses Jahres ist die Nationalmannschaft zudem dank einer Wildcard bei der WM in Dänemark dabei und hat damit auch noch die Chance auf eine Teilnahme an den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro.

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