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HANDBALL-Frauen-Saskia Lang
Saskia Lang war zusammen mit Anna Loerper beste Werferin der deutschen Mannschaft © Getty Images

Zehn Tage vor dem Start der Weltmeisterschaft unterliegt das Team von Jakob Vestergaard dem WM-Vierten. Doch dabei präsentiert sich die Mannschaft in guter Form.

Die deutschen Handball-Frauen haben zehn Tage vor dem Beginn der Weltmeisterschaft in Dänemark (5. bis 20. Dezember) ihren ersten Härtetest verloren, sich aber in ansprechender Form präsentiert.

Dem WM-Vierten Polen unterlag die Mannschaft von Bundestrainer Jakob Vestergaard am Mittwochabend in Leipzig trotz guter Leistung mit 30:31 (14:17). Für die deutsche Auswahl war es das erste von insgesamt drei Länderspielen vor dem WM-Auftakt am 5. Dezember gegen Frankreich.

"Können viel lernen"

"Natürlich hätte ich gerne gewonnen, aber am Ende ist es eben nur ein Testspiel", sagte Vestergaard nach der knappen Pleite: "Wir können aus diesem Spiel viel lernen."

Beste Werferinnen bei der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) waren Anna Loerper und Saskia Lang mit jeweils fünf Toren, für Polen trafen Monika Kobylinska und Kinga Achruk ebenfalls je fünfmal.

Nach der sportlich verpassten WM-Qualifikation war die Mannschaft stark verjüngt worden und steckt in einem personellen Umbruch. In Dänemark ist die DHB-Auswahl nur dank einer Wildcard am Start. Erklärtes Ziel ist der Einzug in das WM-Viertelfinale, das zur Teilnahme am Olympia-Qualifikationsturnier berechtigt.

Deutschland zu Beginn ebenbürtig

Vor 2263 Zuschauern in der Leipziger Arena präsentierte sich die deutsche Mannschaft zu Beginn absolut ebenbürtig. Vor allem über Kreisläuferin Luisa Schulze waren die Gastgeberinnen immer wieder erfolgreich. Mitte der ersten Halbzeit übernahm Polen dann etwas die Kontrolle und erarbeitete sich zwischenzeitlich einen Fünf-Tore-Vorsprung.

In der zweiten Halbzeit erwischte Deutschland den besseren Start und ging beim Stand von 19:18 erstmals seit den Anfangsminuten wieder in Führung. Vor allem die Rückraumschützinnen wie Susann Müller und Lang fanden nun immer besser ins Spiel. Weil auch Polen weiterhin dagegenhielt, entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bis in die Schlussphase konnte sich keine der beiden Mannschaften absetzen.

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