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Anna Loerper (r., im Zweikampf mit Frankreichs Siraba Dembele) ist Deutschlands aktuelle Rekordspielerin und -torschützin © Getty Images

München - Eine große Anzahl an Favoriten, neue Regelungen und Hoffnungen auf ein Ticket für Rio de Janeiro: Vor der Handball-WM in Dänemark liefert SPORT1 die wichtigsten Fakten.

Die Handball-Weltmeisterschaft der Frauen findet vom 5. bis zum 20. Dezember in Dänemark statt.

Gespielt wird in Kolding, Herning, Frederikshavn und Nästved. Insgesamt kämpfen 24 Mannschaften um den Titel. Das neuformierte deutsche Team will zunächst die Gruppenphase überstehen. Der Einzug ins Viertelfinale wäre gleichbedeutend mit dem Ticket für ein Olympia-Qualifikationsturnier. (Der Spielplan der Handball-WM)

SPORT1 klärt die wichtigsten Fragen.

Wie ist der Modus?

Nach der Vorrunde mit vier Sechsergruppen qualifizieren sich jeweils die besten Vier für das Achtelfinale. Dort geht es über Kreuz im K.o.-Modus weiter bis zum Finalfour-Wochenende am 19. und 20. Dezember. Die in der Gruppenphase oder im Viertelfinale ausgeschiedenen Teams bestreiten Platzierungsspiele.

Die WM ist gleichzeitig der erste Teil der Olympia-Qualifikation. Nur der Weltmeister erhält dabei ein direktes Ticket für die Sommerspiele in Rio de Janeiro. Der Einzug in die Runde der letzten Acht berechtigt zur Teilnahme an einem Olympia-Qualifikationsturnier im März.

Ist Deutschland dabei?

Ja. Sportlich hat die deutsche Mannschaft die Qualifikation in den Playoffs gegen Russland zwar verpasst. Doch dank einer Wildcard ist die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) - wie zuletzt schon die Männer - trotzdem am Start. In der Vorrunde geht es gegen Frankreich (Sa., ab 18.15 Uhr LIVESCORES), Brasilien, Argentinien, Südkorea und der Kongo.

Welche Chancen hat die deutsche Mannschaft?

Nach der Niederlage in der WM-Quali gegen Russland hat der DHB einen radikalen Umbruch eingeleitet. Ohne zahlreiche langjährige Leistungsträgerinnen wäre bereits der Einzug ins Viertelfinale ein großer Erfolg. Ein Ausscheiden in der Gruppenphase wäre dennoch blamabel.

Das verletzungsbedingte Fehlen von Rechtsaußen Marlene Zapf tut weh.

Wer sind die Favoriten?

Der Kreis der Titelanwärter ist enorm groß. Besonders den Skandinavierinnen ist viel zuzutrauen. Dänemark mit dem Heimvorteil im Rücken, Europameister Norwegen und der EM-Dritte Schweden gehören allesamt zu den Favoriten. Dazu kommen Frankreich, Spanien und Titelverteidiger Brasilien.

Wie funktioniert der Videobeweis?

Wie schon bei der Männer-WM Anfang des Jahres in Katar können die Schiedsrichter auf den Videobeweis zurückgreifen.

Der kann bei den folgenden Situationen angewendet werden: Tor oder kein Tor; Tor nach Ende der Spielzeit oder nicht; unfaire Aktionen im Rücken der Schiedsrichter; Rote Karte gegen einen falschen Spieler; "Rudelbildung"; bei Fragen, ob Spieler eine rote oder blaue Karte erhalten sollen; falscher Wechsel.
   
 

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