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Grit Jurack (l.) tritt als Teammanagerin der deutschen Frauen zurück
Grit Jurack (l.) tritt als Teammanagerin der deutschen Frauen zurück © DPA Picture-Alliance

Nach nicht mal einem Jahr gibt Grit Jurack ihren Job an der Seite des Bundestrainers auf. Sie soll einer Spielerin zu nahe gestanden haben. Nicht nur deshalb rumorte es

Rekordnationalspielerin Grit Jurack ist als Teammanagerin der deutschen Frauen-Nationalmannschaft zurückgetreten.

"Ich hätte diese Aufgabe gerade mit Blick auf das Potenzial des Teams sehr gern weiter übernommen, aber ich muss meine Prioritäten anders setzen", wird die 38-Jährige in einer Pressemitteilung des Deutschen Handballbundes (DHB) zitiert: "Meine Familie mit zwei kleinen Jungs steht an erster Stelle."

Jurack hatte das Amt im März 2015 kurz nach der Vorstellung des neuen Bundestrainers Jakob Vestergaard übernommen.

Unumstritten war sie nie, unter anderem wurde ihr aus Mannschaftskreisen eine angeblich allzu enge Verbindung zu Torjägerin Susann Müller vorgeworfen.

Zudem stieß die Tatsache, dass Jurack immer öfter auch als Co-Trainerin in Erscheinung trat, in der Bundesliga auf vehemente Kritik.

"Wir danken Grit für ihren Einsatz und haben Verständnis für ihre Entscheidung", sagte DHB-Sportdirektor Wolfgang Sommerfeld, der eine Neubesetzung der Position "mit Blick auf die WM 2017 und die weiteren Ziele in Ruhe" angehen möchte.

Die sportliche Leitung der Nationalmannschaft obliegt weiterhin Bundestrainer Vestergaard, Co-Trainer Jens Pfänder und Torwarttrainer Jan Holpert.

Auch Grit Jurack bleibt dem DHB im Hinblick auf die Weltmeisterschaft 2017 im eigenen Land erhalten.

"Als WM-Botschafterin werde ich sehr gern weiter für den DHB und den Frauenhandball arbeiten", teilte die ehemalige Weltklassespielerin mit.

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