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Silvio Heinevetter sieht die Doppelbelastung für Bundestrainer Dagur Sigurdsson gelassen

Nationaltorhüter Silvio Heinevetter hat Stefan Kretzschmars Kritik an der Doppelfunktion von Nationaltrainer Dagur Sigurdsson zurückgewiesen.

"Ich sage es mal ganz allgemein: Es gibt Experten und Experten. Kritik üben dürfte Dagurs Familie, weil er jetzt noch mehr um die Ohren hat", sagte der 29-Jährige bei "t-online.de": "Und vielleicht unser Vereinspräsident bei den Füchsen. Aber er will auch, dass der deutsche Handball international gut vertreten ist."

Der frühere Nationalspieler Kretzschmar hatte sich daran gestoßen, dass Sigurdsson in der laufenden Bundesliga-Saison auch weiterhin Chefcoach der Füchse Berlin ist. Zudem hatte SPORT1-Experte Kretzschmar die Füchse-Führung um Präsident Frank Steffel und Geschäftsführer Bob Hanning für ihr Auftreten bei der Suche nach dem neuen Bundestrainer kritisiert (Kolumne).

Die Darstellung, "dass man jetzt auch seinen Trainer opfere, nachdem man schon den Geschäftsführer Hanning für den DHB geopfert habe", gehe ihm einfach auf die Nerven, sagte Kreztschmar. Hanning ist seit September 2013 auch beim Deutschen Handballbund als Vizepräsident aktiv.

Kretzschmars Einschätzungen stoßen bei Heinevetter auf wenig Gegenliebe. Sigurdsson habe bei den Füchsen "einiges bewegt. Der Verein gibt ihn nach der Saison freiwillig ab. Man kann doch nicht ernsthaft verlangen, dass sie das sofort tun und sagen, unsere Interessen sind uns völlig egal", sagte der Torwart der Berliner: "Wir waren schon mitten in der Saison-Vorbereitung. Das war ein Zugeständnis im Sinne des Handballs. Das zu kritisieren, ist eine Frechheit."

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