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Martin Heuberger war von 2011 bis Sommer 2014 Bundestrainer

Ex- Bundestrainer Martin Heuberger hat das Angebot auf den Sportdirektor-Posten beim DHB laut eigener Aussage aufgrund der unentschlossenen Verhandlungsführung des Verbandes abgelehnt.

"Es waren im Prinzip zögerliche Gespräche, es war alles zunächst nicht wirklich konkret. Da habe ich mich gefragt, welche Perspektive ich mir sonst aufbauen kann, sollte das nichts werden beim DHB", sagte der 50-Jährige im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Der Verband habe weiterhin Interesse an seinen Diensten gezeigt.

"Aber das Problem ist auch, dass der DHB gerade eine schwierige Zeit durchlebt, was die Finanzen angeht, weil auch ein neuer Bundestrainer verpflichtet werden musste, der sicherlich teurer ist, als ich es war", sagte Heuberger, der von 2011 bis zum Sommer für die deutschen Handball-Männer verantwortlich zeichnete.

Nach dem Verpassen der direkten Qualifikation für die WM 2015 wurde er vom Isländer Dagur Sigurdsson beerbt.

Heuberger hätte sich danach sogar vorstellen können, als Assistent des neuen Bundestrainers ins zweite Glied zurückzutreten.

"Mir wurde dieser Job angeboten, wir waren uns vom Grundsatz her auch einig. Dann kam aber offensichtlich ein Veto aus der Liga", sagte der Schutterwalder: "Die wollten halt einen Neuanfang ohne mich, das kann ich auch nachvollziehen."

Am Mittwoch hatte Heuberger das Angebot des DHB auf den Posten des Sportdirektors abgelehnt und angekündigt, den Verband nach zwölf Jahren zu verlassen.

Er arbeitet künftig weiter als Beamter an seiner früheren Arbeitsstätte als Verwaltungsinspektor beim Landratsamt des Ortenaukreises.

Eine Rückkehr in den Handball will er jedoch "gar nicht" auschließen.

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