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Michael Kraus wurde für die Partien gegen Tschechien nachnominiert
Michael Kraus wurde für die Partien gegen Tschechien nachnominiert © getty

Die Vorbereitung der deutschen Handballer auf die Weltmeisterschaft in Katar ist in der Endphase.

Eine Woche vor dem WM-Start gegen Polen (17 Uhr) misst sich das Team von Bundestrainer Dagur Sigurdsson im vorletzten Test mit Tschechien (ab 20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1).

Am Donnerstag erreichte den Coach mit dem vorläufigen WM-Aus von Tim Kneule die nächste Hiobsbotschaft.

Den Spielmacher von FrischAuf Göppingen plagen seit geraumer Zeit muskuläre Probleme im Oberschenkel, die eine Teilnahme an den Titelkämpfen im Wüstenstaat unmöglich machen.

Zuvor hatten in Steffen Fäth (Wetzlar/Entzündung der Patellasehne), Finn Lemke (Lemgo/Mittelhandbruch) und Sven-Sören Christophersen (Hannover-Burgdorf/Fingerbruch) schon drei weitere Rückraumspieler ihre WM-Teilnahme absagen müssen.

Kneule, der das Teamquartier in Stuttgart bereits verlassen hat, hatte schon den Kurzlehrgang Ende des vergangenen Jahres in Frankfurt sowie die Testspiele gegen Island verpasst.

Sollte sich Kneule schneller erholen als erwartet, ist eine Nachnominierung im WM-Verlauf aber möglich. Durch Kneules Aus, könnte die Stunde von Michael Kraus schlagen.

Dem erst für die Partien gegen die Tschechen nachnominierten Weltmeister von 2007 bietet sich nun die Möglichkeit, das Vertrauen des Bundestrainers zu rechtfertigen und den schon geplatzten WM-Traum doch noch wahr werden zu lassen.

"Das ist mein großes Ziel. Ich bin hier nicht nur angereist, um die Jungs zu sehen und ein paar Trainingseinheiten zu machen" gibt sich Kraus kämpferisch.

Am Sonntag kommt es in Mannheim zu einem erneuten Duell mit den Osteuropäern um THW-Star Filip Jicha, ehe das DHB-Team am kommenden Dienstag nach Katar fliegt.

Weitere deutsche Vorrundengegner in der Gruppe D sind Dänemark, Russland, Saudi-Arabien und Argentinien. Die ersten vier Teams jeder Gruppe erreichen das Achtelfinale.

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