vergrößernverkleinern
Bob Hanning (l.) im Gespräch mit Bundestrainer Dagur Sigurdsson
Bob Hanning (l.) im Gespräch mit Bundestrainer Dagur Sigurdsson © getty

DHB-Vizepräsident Bob Hanning fordert von der deutschen Handball-Nationalmannschaft bei der WM in Katar mindestens den Einzug ins Achtelfinale.

"Das ist die Erfüllung einer deutschen Handball-Pflicht, alles andere wäre eine Nicht-Erfüllung der Norm", sagte Hanning der "Berliner Morgenpost": "Das Viertelfinale wäre mein großer Wunsch, vom Halbfinale träume ich."

Der Geschäftsführer des Bundesligisten Füchse Berlin warnte jedoch trotz ansprechender Leistungen in den Vorbereitungsspielen vor zu hohen Erwartungen. "Es ist nicht gut, irgendwelche Luftschlösser zu bauen, die dann immer nach einer EM oder WM einstürzen", sagte der 46-Jährige.

Für den sportlichen Erfolg soll auch ein neuer Verhaltenskodex sorgen. So ist zum Beispiel "das Erscheinen beim Essen in Badelatschen und Mütze verboten, oder auch auch das Telefonieren am Tisch", verriet Hanning: "Es ist uns wichtig, dass sie den neuen Stil von innen heraus mittragen."

Er selbst gab derweil zu, seine Doppelfunktion als DHB-Vize und Füchse-Geschäftsführer unterschätzt zu haben. Auch deshalb sei sein Klub in der Liga bislang hinter den Erwartungen geblieben.

"Der Fisch stinkt immer vom Kopf, und der Kopf bin ich", sagte Hanning: "Ich habe unterschätzt, wie viel Kraft ich in den DHB investieren muss, und habe gedacht, beim Klub mehr loslassen zu können."

Weil sein Beruf ihn sehr in Anspruch nimmt, versucht Hanning die Zeit möglichst optimal zu nutzen. Dabei hilft ihm eine Uhr, auf der seine zu erwartende Lebensdauer abzulesen ist.

"Die Uhr hilft mir zumindest, mein Leben noch bewusster zu leben", erklärte Hanning: "Ich will der Zeit nicht mehr hinterherlaufen, sondern aktiv die Dinge mehr wahrnehmen, um mich auch dadurch vielleicht ein bisschen mehr daran zu erfreuen. Und ja, es klappt wirklich gut."

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel