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Germany v Spain - European Handball Championship 2016 Qualifier
Patrick Wiencek (l.) und die deutsche Nationalmannschaft zogen gegen Spanien dieses Mal den Kürzeren © Getty Images

Die deutschen Handballer verpassen eine weitere Überraschung in der EM-Qualifikation. Im Hexenkessel von Leon muss sich das junge DHB-Team starken Spaniern geschlagen geben.

Die deutschen Handballer haben die vorzeitige Qualifikation für die Europameisterschaft 2016 in Polen verpasst.

Die Mannschaft von Bundestrainer Dagur Sigurdsson unterlag beim WM-Vierten Spanien nach einer schwachen Angriffsleistung 20:26 (8:11) und musste die Tabellenführung an die punktgleichen Iberer (jeweils 6:2) abgeben. (Tabelle der EM-Qualifikation)

Vier Tage nach dem 29:28-Sieg in Mannheim gegen den ehemaligen Weltmeister warKapitän Uwe Gensheimer in Leon mit fünf Toren bester deutscher Werfer.

"Natürlich sind wir enttäuscht, dass wir verloren haben. Wir haben aber eine sehr gute Abwehr gespielt", sagte Sigurdsson, während DHB-Vizepräsident Bob Hanning erklärte: "Solche Spiele brauchen wir für unsere Entwicklung."

Wolff ersetzt Heinevetter

Die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) hat trotz der ersten Niederlage im vierten Qualifikationsspiel gute Chancen, das EM-Ticket in den beiden abschließenden Spielen beim punktlosen Schlusslicht Finnland (10. Juni) und vier Tage später gegen Österreich (4:4) zu lösen. Die ersten beiden Teams jeder Gruppe sind im Januar in Polen mit dabei.

Germany v Spain - European Handball Championship 2016 Qualifier-Patrick Groetzki-Arpad Sterbik
Patrick Groetzki (l.) und Co. scheiterten immer wieder am starken Arpad Sterbik © Getty Images

(Spielplan der EM-Qualifikation)

Im Gegensatz zum ersten Vergleich mit Spanien verzichtete Sigurdsson auf Torhüter Silvio Heinevetter und Rückraumspieler Stefan Kneer und berief Schlussmann Andreas Wolff und Simon Ernst in seinen 16er-Kader. "Es wird eine schwierige Situation in Leon. Es herrscht dort eine heiße Atmosphäre", hatte der Isländer vor dem Spiel gewarnt.

Sein Team kam aber gut ins Spiel. In der Abwehr spielten die Gäste aggressiv, Wolf bot zudem im ersten Durchgang eine starke Leistung. Rechtsaußen Patrick Groetzki sorgte nach einem Tempogegenstoß für die erste deutsche Führung (5:4/16. Minute).

Sterbik überragend

Allerdings tat sich der WM-Siebte gegen die massive spanische Abwehr schwer und scheiterte immer wieder am spanischen Schlussmann Arpad Sterbik. So ging die DHB-Auswahl trotz einer zwischenzeitlichen 7:5-Führung (21.) mit einem Drei-Tore-Rückstand in die Halbzeitpause.

Nach dem Wechsel tat sich der Weltmeister von 2007 weiterhin schwer, Lücken in die Deckung der Gastgeber zu reißen. Zudem war die Chancenverwertung wie schon im ersten Durchgang schwach. Weinhold vom deutschen Rekordmeister THW Kiel war bis zur 40. Minute der einzige deutsche Rückraumspieler, der getroffen hatte.

Die am Mittwoch in Mannheim noch so stark auftrumpfenden Niclas Pieczkowski und Paul Drux setzten diesmal kaum Akzente.

Spanien nutzte die Schwächen der DHB-Auswahl aus, ohne dabei zu glänzen. Nach 43 Minuten hatten sich die Iberer einen 18:14-Vorsprung erarbeitet.

Sigurdsson versuchte durch einige Wechsel das Spiel noch einmal zu drehen, doch leichte Ballverluste seiner Mannschaft ermöglichten den Spaniern immer wieder einfache Tore.

Die deutschen Torschützen:

Spanien - Deutschland 26:20 (11:8)
Tore für Deutschland: Gensheimer (5/1), Weinhold (4), Groetzki (4), Wiencek (2), Drux (2), Ernst (1), Schmidt (1), Pieczkowski (1) Zuschauer in Leon: 4500

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