vergrößernverkleinern
Kreisläufer Moritz Preuss überragte gegen Weißrussland mit 17 Toren
Kreisläufer Moritz Preuss überragte gegen Weißrussland mit 17 Toren © dpa Picture-Alliance

Uberlandia - Die DHB-Junioren setzen sich in einem torreichen Duell mit Weißrussland durch. Moritz Preuss und Simon Ernst beweisen dabei ihre Treffsicherheit. Nun wartet Dänemark.

 

 

Nach dem Torfestival von Uberlandia pustete Bob Hanning erst einmal kräftig durch: Die deutschen U21-Handballer sind bei der WM in Brasilien ins Halbfinale eingezogen, der große Traum vom dritten Titel rückt immer näher.

Unter den Augen des Vizepräsidenten des Deutschen Handballbundes (DHB) setzte sich das Team von Trainer Markus Baur in einem extrem torreichen Viertelfinale gegen Weißrussland mit 43:37 (19:17) durch.

Im Halbfinale gegen Dänemark am Freitag (20.30 Uhr MESZ) müssen sich die DHB-Junioren jedoch in der Defensive klar steigern.

 

"Wir sind super glücklich, dass wir das Halbfinale gegen Dänemark erreicht haben, denn das war ein schweres Spiel, in dem wir es nicht geschafft haben, unsere Abwehr auf den weißrussischen Angriff einzustellen", sagte Hanning, der am Mittwoch im Osten Brasiliens eingetroffen war.

"Dafür haben wir im Angriff mit Preuss und Ernst viele gute Lösungen gefunden in einem Spiel mit extrem vielen Angriffen", fügte er an.

Insbesondere Moritz Preuss vom Bundesligisten Bergischer HC drückte dem Spiel seinen Stempel auf. Der Kreisläufer, dessen Vorbild Kiels Ikone Marcus Ahlm ist, erzielte 17 Tore, zwölfmal war Rückraumspieler Simon Ernst (VfL Gummersbach) erfolgreich.

"Für mich wurden viele Lücken geschaffen, deswegen hatte ich leichtes Spiel", sagte Preuss zufrieden, erkannte aber auch die Mängel im deutschen Spiel.

Kein Problem mit der Favoritenbürde 

"Eigentlich sind wir für eine stärkere Abwehr bekannt. Das müssen wir jetzt auch wieder zeigen", meinte der 20-Jährige.

Und zwar bereits am Freitag gegen Dänemark, das sich im Viertelfinale gegen Spanien, immerhin Vizeweltmeister von 2013, durchsetzte (22: 21). Das zweite Duell der Vorschlussrunde bestreiten Frankreich (30: 20 gegen Rumänien) und Ägypten (28:27 gegen Schweden).

Die Zielsetzung der deutschen Mannschaft für die verbleibenden zwei Partien ist klar umrissen. "Wir sind amtierender Europameister. Da ist es normal, dass wir in der Favoritenrolle sind. Wir sind selbstbewusst genug, dies richtig einzuordnen", hatte Bauer schon vor dem Einzug in die Runde der letzten Vier gesagt.

Den dritten Titel vor Augen

Der 44-Jährige verkörpert ein Anspruchsdenken, wie es sich die DHB-Spitze vorstellt. Noch während des laufenden Turniers verlängerte der Verband mit dem 44-Jährigen bis 2017.

"Der neue Vertrag ist Anerkennung und Vertrauensbeweis zugleich", sagte Baur, dessen Gedanken sich derzeit allerdings ausschließlich um die WM drehen.

Beim Finale am späten Samstagabend deutscher Zeit wollen die deutschen Junioren unbedingt dabei sein. Und um den dritten U21-Titel nach 2009 und 2011 kämpfen.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel