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Andreas Michelmann
Andreas Michelmann wird aller Voraussicht nach neuer Präsident des DHB © dpa Picture Alliance

Der Machtkampf im Deutschen Handballbund (DHB) ist vorläufig beendet, der Weg für Andreas Michelmann ins Präsidentenamt geebnet.

Wie der DHB am Mittwoch mitteilte, zieht der Landesverband Württemberg den gemeinsam mit den Verbänden aus Bayern, Hessen und Niedersachsen gestellten Antrag auf Abwahl der DHB-Vizepräsidenten  - und damit ihren Putschversuch gegen Bob Hanning - zurück.

"Es war anstrengend, aber jetzt sind wir wieder auf einem guten Weg. Das DHB-Präsidium unterstützt die Kandidatur von Andreas Michelmann. Es war gut, dass wir miteinander und nicht übereinander geredet haben", sagte DHB-Generalsekretär und Interimspräsident Mark Schober am Rande des Pixum Super Cups zu SPORT1.

"Die Spitzenverbände und das DHB-Präsidium begrüßen seine Kandidatur", sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning, schränkte allerdings ein: "Es ist ein demokratischer Prozess, wenn sich ein Gegenkandidat findet, der die Mehrheit erhält, dann ist das Teil dieses Prozesses."

Nachdem eine Opposition der größten Landesverbände Ende Juli mit einem Antrag auf Abwahl des gesamten DHB-Präsidiums für  Wirbel gesorgt hatte, glätteten sich die Wogen bei einer fünfstündigen Debatte des DHB-Bundesrats in Kassel ein wenig.

"Wir wollen das Schiff wieder in ruhige Gewässer bringen", sagte Hans Artschwager, der Präsident des Landesverbandes Württemberg am Mittwoch.

"Auf der Agenda des am 26. September in Hannover stattfindenden Bundestages steht somit als zentraler Punkt die Wahl eines neuen DHB-Präsidenten. Das Präsidium des DHB unterstützt mit Nachdruck den Kandidaten Andreas Michelmann", heißt es in der DHB-Mitteilung.

Eine siebenköpfige Arbeitsgruppe, der auch der zuletzt stark angegriffene DHB-Vizepräsident Hanning und Vertreter der Liga sowie der größten Landesverbände angehörten, erarbeitete "den gemeinsamen Weg zum Bundestag", wie der DHB schrieb.

Das Konzept der Arbeitsgruppe zur Strukturreform im DHB sei in den Landesverbänden diskutiert und mit breiter Zustimmung aufgenommen worden. Bis zum ordentlichen Bundestrag 2017 soll ein hauptamtlicher Vorstand mit einem ehrenamtlichen Präsidium in der Funktion eines Aufsichtsrates installiert werden.

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