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Bundestrainer Dagur Sigurdsson (l.) und Teammanager Oliver Roggisch bilden das starke Gespann des DHB-Teams © Getty Images

Bundestrainer Dagur Sigurdsson ist trotz der vielen Verletzten optimistisch. Ihm und Teammanager Oliver Roggisch kommt es vor allem auf die Art und Weise des Auftretens an.

Bundestrainer Dagur Sigurdsson blickt trotz der Verletztenmisere in der deutschen Handball-Nationalmannschaft positiv in Richtung der EM im Januar in Polen.

"Deutschland ist die beste Nation, um solche Verletzungen zu kompensieren. Wir haben eine sehr gute Breite", sagte Sigurdsson zum Auftakt der Vorbereitung in Berlin: "Ich sehe keinen Grund, warum wir keinen guten Handball spielen könnten."

Drux-Einsatz so gut wie ausgeschlossen

Der Isländer muss beim Turnier in Polen (15. bis 31. Januar) auf Kapitän Uwe Gensheimer (Muskelfaserriss in der Wade/Achillessehnenreizung), Kreisläufer Patrick Wiencek (Kreuzbandriss) und Rechtsaußen Patrick Groetzki (Wadenbeinbruch) verzichten. Ein Einsatz der Berliner Rückraumhoffnung Paul Drux (Schulterverletzung) ist zudem so gut wie ausgeschlossen.

Der Rückraumspieler von den Füchsen Berlin befindet sich nach einer Schulteroperation noch in der Rehabilitation und hat noch kein Handball-Training absolviert. "Paul Drux ist noch nicht einmal auf Abruf. Er ist noch nicht so weit", sagte Bundestrainer Dagur Sigurdsson zum Trainingsauftakt der Nationalmannschaft in Berlin.

Besser sieht es hingegen bei Rune Dahmke aus. Der Linksaußen vom THW Kiel reiste am Montagnachmittag im Anschluss an eine medizinische Untersuchung nach Berlin und wird nach seiner Knöchelverletzung zum Beginn des neuen Jahres wieder einsatzbereit sein.

Ein konkretes Ziel will der Deutsche Handballbund (DHB) zumindest öffentlich nicht formulieren. "Wir haben bei der WM Ziele intern definiert, damit sind wir gut gefahren. Deswegen werden wir das jetzt ganz genauso machen", sagte Teammanager Oliver Roggisch: "Ich glaube, dass man nicht nur nach dem Tabellenplatz schauen sollte, sondern auch auf die Art und Weise, wie die Mannschaft aufgetreten ist."

Zum EM-Auftakt gegen Spanien

Zum EM-Auftakt trifft Deutschland in Breslau am 16. Januar 2016 auf Ex-Weltmeister Spanien. Die weiteren Gegner sind in der Vorrundengruppe C Rekord-Europameister Schweden (18. Januar) und Slowenien (20. Januar). Die ersten drei Teams der insgesamt vier Vorrundengruppen ziehen in die Hauptrunde ein und nehmen die untereinander erzielten Ergebnisse mit.

Vor der EM testet die Nationalmannschaft noch gegen Tunesien in Stuttgart (5. Januar, 20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) und gegen Island in Kassel (9. Januar) und Hannover (10. Januar). Seinen maximal 16 Spieler umfassenden EM-Kader muss Sigurdsson erst einen Tag vor dem Spiel gegen die Spanier festlegen. Im Turnierverlauf sind drei Wechsel möglich. (SERVICE: Der EM-Spielplan)

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