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Martin Strobel trifft auf seine schwedischen HBL-Kollegen Jesper Nielsen und Tobias Karlsson (verdeckt)
Martin Strobel trifft auf seine schwedischen HBL-Kollegen Jesper Nielsen und Tobias Karlsson (verdeckt) © Imago

Im zweiten Spiel steht Deutschland gegen die Schweden (20.15 Uhr im LIVETICKER) unter Druck. Deren Flensburger ragen heraus, doch der Bundestrainer kennt auch ein Manko.

Nach der EM-Auftaktniederlage gegen Spanien (29:32) stehen die deutschen Handballer unter Zugzwang.

Die gute Leistung macht aber Mut für das so wichtige Spiel gegen Rekord-Europameister Schweden (ab 20:30 Uhr im LIVETICKER), den das DHB-Team in den letzten beiden EM-Duellen 2010 und 2012 besiegte.

Und verlieren ist auch bei der Neuauflage des Klassikers gegen die mit acht Legionären aus der DKB HBL besetzten Schweden verboten: "Jetzt kommen die Spiele, die wir gewinnen müssen", sagte Teammanager Oliver Roggisch und deklarierte die Partie zum "ersten kleinen Endspiel".

Zwei Unerfahrene in Schwedens Rückraum

Tatsächlich dürfte das Duell mit den Skandinaviern, die zum Auftakt Slowenien 23:21 bezwangen, zum ersten Stresstest für die mit 14 EM-Debütanten gespickte DHB-Auswahl werden.

Doch Dagur Sigurdsson weiß, dass Erfahrung auch beim Gegner ein Manko ist - zumindest in einem Mannschaftsteil: "Die haben auch eine relativ junge Mannschaft im Rückraum", sagt der Bundestrainer. Regisseur Jesper Konradsson ist 21 Jahre jung, Lukas Nilsson - der mit dem THW Kiel über einen Wechsel zum Deutschen Meister spricht - auf der Königsposition Halblinks erst 19.

Dafür sind die beiden Stars der Schweden, Tobias Karlsson (34) und Matthias Andersson von der SG Flensburg-Handewitt, mit allen Wassern gewaschen: Keeper Andersson war noch beim letzten Titelgewinn der Gelb-Blauen anno 2000 dabei, Abwehrchef Karlsson kommt inzwischen auf 144 Länderspiele.

"Sie haben saustarke Spieler"

Den Druck haben die Deutschen, weiß Kapitän Karlsson: "Deutschland muss unbedingt gewinnen." Bei einer Niederlage droht das Vorrunden-Aus, sollte das Weiterkommen dennoch gelingen, würden die Punkte in der Zwischenrunde bitter fehlen.

Mit einem Erfolg gegen die Wikinger aber wäre das Erreichen der Hauptrunde, für die sich die ersten drei Teams der Gruppe qualifizieren, zum Greifen nah. Und der Gegner hat reichlich Respekt: "Sie haben saustarke Spieler", meint Karlsson.

Und die wollen an ihre starken Phasen bei der Auftaktniederlage anknüpfen: "Wir müssen den vielen deutschen Fans in Breslau beweisen, was wir können", sagt Rückraum-Shooter Christian Dissinger.

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