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SG Flensburg Handewitt v SC DHFK Leipzig  - DKB HBL
Christian Prokop wurde zuletzt zum Trainer des Jahres gewählt © Getty Images

Der Wunschkandidat des DHB bekundet Interesse am Bundestrainer-Job, zögert jedoch mit seiner Entscheidung. Stefan Kretzschmar erklärt den Stand der Verhandlungen.

DHB-Wunschkandidat Christian Prokop (37) hat nun auch öffentlich sein Interesse an der Nachfolge von Handball-Bundestrainer Dagur Sigurdsson bekundet. Der Coach des Bundesligisten SC DHfK Leipzig bestätigte Gespräche mit DHB-Vizepräsident Bob Hanning. 

"Wir sprechen seit mehreren Wochen miteinander", sagte Prokop der Leipziger Volkszeitung und bezeichnete den Job des Bundestrainers als ein interessantes Amt und eine spannende Aufgabe.

Dabei hatte er SPORT1 noch vor wenigen Tagen gesagt: "Es ist mit Sicherheit eine Ehre, aber ich bin noch ein sehr junger Trainer. Ich befasse mich nicht damit."

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Prokop, der in der vergangenen Spielzeit als "Trainer der Saison" ausgezeichnet wurde, besitzt in Leipzig noch einen Vertrag bis 2021 ohne Ausstiegsklausel. Doch die Verhandlungen des DHB mit den DHfK-Verantwortlichen über eine vorzeitige Freigabe sind in vollem Gange. Prokop soll die Arbeit beim DHB im Sommer 2017 aufnehmen.

Für Leipzigs Aufsichtsratsmitglied Stefan Kretzschmar stellt sich die Frage nach Prokops Zukunft noch nicht. "Ich hoffe, dass der DHB ernsthaft und mit aller Konsequenz alles dafür tut, um Dagur zu halten", sagte der SPORT1-Experte der dpa. "Zudem hat Prokop bei uns einen Vertrag bis 2021."

Der Ex-Nationalspieler bestätigte SPORT1 zudem, dass es noch keine offizielle Anfrage des DHB gegeben hatte.

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Prokop ist seit 2013 Trainer in Leipzig, schaffte 2015 den Aufstieg in die Bundesliga und sorgt dort mit seinem Team derzeit für Furore. Vor seinem Wechsel auf die Trainerbank spielte der gebürtige Köthener unter anderem beim HC Wuppertal und bei GWD Minden.

Seinen Vertrag in Leipzig hat Prokop erst vor wenigen Wochen verlängert. Es falle ihm schwer, sagte Prokop der LVZ, die sich nun anbahnende Entscheidung für Leipzig oder den Nationaltrainerposten zu treffen.

Noch-Bundestrainer Sigurdsson steht beim DHB vor dem Abgang. Dem Isländer liegt eine unterschriftsreife Offerte aus Japan vor. Eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag bis 2020, zu ziehen bis zum 31. Dezember dieses Jahres, ermöglicht ihm den vorzeitigen Ausstieg zum 30. Juni 2017.

Sigurdsson, der das DHB-Team zum EM-Titel und zu Olympia-Bronze geführt hat, will sich bis Ende November entscheiden. Bei der WM im Januar in Frankreich wird er das deutsche Team definitiv noch betreuen.

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