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DHB-Vize Bob Hanning (l.) ahnt, dass sich Dagur Sigurdsson für Japan entscheidet
DHB-Vize Bob Hanning (l.) ahnt, dass sich Dagur Sigurdsson für Japan entscheidet © DPA Picture-Alliance

Vizepräsident Bob Hanning spricht bei SPORT1 über die Verhandlungen mit Bundestrainer Sigurdsson und erklärt, warum der DHB gegen Japan schlechte Karten hat.

Der Weggang von Bundestrainer Dagur Sigurdsson im nächsten Jahr steht noch nicht fest, ist aber wahrscheinlich. Das sagte Bob Hanning, Vizepräsident des Deutschen Handball-Bunds, SPORT1 am Dienstagmorgen.

Die Bild hatte unter Berufung auf eigene Informationen berichtet, dass Sigurdsson nach der WM im Januar Nationaltrainer Japans wird - "eine wahrscheinliche Spekulation", wie Hanning meint.

Allerdings sei der Zeitrahmen unverändert, der Isländer wolle sich bis Mitte November entscheiden, erklärte der DHB-Vize. "Wir sind nach wie vor in Gesprächen. Ich war noch am Montag mit Dagur Kaffeetrinken."

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"Keinen Sinn, in Hektik zu verfallen"

Indirekt bestätigte Hanning, dass Sigurdsson nicht zu einem finanzstarken Klub wechselt - obwohl ihm lukrative Angebote von Paris St. Germain und Champions-League-Finalist KC Veszprem vorliegen sollen.

"Wenn ich gegen Veszprem oder Paris antreten würde, würde ich ganz stark davon ausgehen, dass er bleibt", sagte der 48-Jährige. "Nicht aber, wenn es um eine Lebensidee und private Gründe geht. Da hat es auch keinen Sinn, in Hektik zu verfallen und zu drängen."

Sigurdsson hatte betont, seine Entscheidung auch mit seiner Familie abzustimmen, die nach Island zurückzieht. Bei einem Engagement in Japan, das bis zu den Olympischen Spielen 2020 im eigenen Land zur Weltspitze aufschließen will, müsste er wohl nur vier Monate im Jahr vor Ort sein.

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