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Rouen - Nur kleinere Differenzen treten zu Tage nach dem lockeren Achtelfinaleinzug der deutschen Handballer. Spannend ist die Frage nach Holger Glandorf - oder Mister X.

Es gab doch tatsächlich Meinungsverschiedenheiten im deutschen Team nach dem nächsten WM-Kantersieg.
 
Mit einer "Trainingseinheit" verglich Rechtsaußen Patrick Groetzki das nie gefährdete 38:24 (17:11) gegen ein hilfloses Saudi-Arabien, während DHB-Vizepräsident Bob Hanning süffisant befand: "Das war kein härteres Training, das war eine regenerative Einheit."

Wolff kann gegen Weißrussland ran

Einigkeit bestand darin, dass sich die DHB-Auswahl voll auf Kurs befindet. Drei Siege in drei Spielen bedeuten den vorzeitigen Achtelfinaleinzug, und personelle Sorgen gibt es auch keine.

Kurz nach der Schrecksekunde wegen Andreas Wolffs schmerzhaftem Sturz in den letzten Spielminuten kam die Entwarnung. Mit einer Prellung im Gesäßbereich ist der Einsatz des Torwarts gegen Weißrussland am Mittwoch (ab 17.45 Uhr im LIVETICKER und im LIVESTREAM auf handball.dkb.de) nicht gefährdet.

Allzu große Sorgen hatten sich seine Mitspieler ohnehin nicht gemacht. "Er ist unverwundbar", sagte Spielmacher Simon Ernst direkt nach dem Spiel.

"Müssen mehr Qualität zeigen"

Die Weißrussen sollen nur eine weitere Zwischenstation auf dem Siegeszug in die K.o.-Runde sein. "Wir haben uns vorgenommen, weiter auf dieser Erfolgswelle zu schwimmen und die Konzentration hochzuhalten", sagte Julius Kühn im Gespräch mit SPORT1: "Das ist uns relativ gut gelungen."

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Wichtige Kräfte konnten gespart, Mechanismen weiter verfeinert werden. Allerdings seien die Weißrussen "körperlich sicher etwas stärker, da wird das wieder ganz anders aussehen", so Kühn. Und Bundestrainer Dagur Sigurdsson sagte: "Wir wissen, dass wir gegen Weißrussland mehr Qualität zeigen müssen."  
  
Doch der eigentliche Knaller steigt am Freitag, wenn es gegen das Top-Team aus Kroatien wohl um den Gruppensieg geht (ab 17.45 Uhr im LIVETICKER und im LIVESTREAM auf handball.dkb.de). Nach dem schweren Auftaktspiel gegen Ungarn ist der Weltmeister von 2003 der erste echte Prüfstein.
 
Mit dabei sein dürfte dann auch Holger Glandorf. Der Joker wird vor dem Showdown gegen Domagoj Duvnjak und Co. in Rouen erwartet.

Zaubert Sigurdsson Mister X hervor?

Noch immer hat Sigurdsson nur 15 der möglichen 16 Spieler nominiert, und nach der Entwarnung bei Wolff steht einem Einsatz des Flensburger Routiniers nun nichts mehr im Wege.

Auch wenn Taktikfuchs Sigurdsson zuzutrauen ist, dass er noch Mister X aus dem 28er-Kader aus dem Hut zaubert oder einen unerwarteten Tausch vornimmt. Neben der Nominierung des 16. Mannes dürfte er auch noch zwei Personalien wechseln. (Hier geht's zum Spielplan der Handball-Weltmeisterschaft)

Auf der Welle Richtung Paris

Für den Gruppensieg sollte ihm jedes Mittel recht sein. Beim Kampf um Platz eins geht es nicht nur um einen leichteren Gegner im Achtelfinale. Man würde als Erster direkt nach Paris reisen können, wo auch die Halbfinals und das Endspiel stattfinden.

Als Zweiter müsste man dagegen die strapaziöse, über 850 Kilometer lange Fahrt nach Montpellier ans Mittelmeer antreten.

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Auf der von Kühn angesprochenen Welle soll es also bald in die französische Hauptstadt gehen.
 
Die heiße Phase der Weltmeisterschaft beginnt.

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