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Nach einer mehrstündigen Verzögerung sind die DHB-Männer in Rouen eingetroffen © AOK/Josselin

Das DHB-Team ist vor dem WM-Auftakt deutlich länger unterwegs als geplant. Auch eine Polizeieskorte hilft nicht, im Hotel sind die Sicherheitsvorkehrungen höher denn je.

Hoffentlich wird die Anfahrt des DHB-Teams zum Vorrundenspielort Rouen kein schlechtes Omen für den weiteren Turnierverlauf.

Zehn Stunden - und damit drei Stunden länger als geplant - brauchte der Team-Bus der deutschen Handball-Nationalmannschaft aus dem nordrhein-westfälischen Kamen-Kaiserau, wo der Europameister seine Zelte zur WM-Vorbereitung aufgeschlagen hatte, bis in die 110.000 Einwohner-Gemeinde in der französischen Normandie. 

Die deutsche Nationalmannschaft steigt am 13. Januar gegen Ungarn (17.45 Uhr im LIVETICKER und im LIVESTREAM auf handball.dkb.de) ins Turnier ein.

Selbst die Polizeieskorte hilft nicht

Die Irrfahrt mit einigen Staus und technischen Problemen am Bus, in dem DHB-Kapitän Uwe Gensheimer nach dem Trauerfall in seiner Familie sowie Team-Manager Oliver Roggisch fehlten, begann dabei offenbar erst, nachdem schon weite Strecken in Richtung Rouen zurückgelegt waren.

"Wir sind eigentlich ganz gut bis zur Grenze durch gekommen. Doch als wir von der französischen Gendarmerie geführt wurden, sind wir in Staus geraten, die die Polizisten natürlich auch nicht auflösen konnten", erklärte Co-Trainer Axel Kromer später im Team-Hotel. 

Zum Fehlen von Gensheimer und Roggisch fügte Kromer an: "Oli steht in engem Kontakt mit Uwe und wird ihn wahrscheinlich irgendwann mitbringen. Wann das sein wird, steht noch nicht fest." 

Sicherheitsvorkehrungen höher denn je

Am Mittwoch um 22 Uhr erreichten die Bad Boys dann zwar augenscheinlich etwas müde, aber doch gut gelaunt, die Team-Unterkunft im Süden Rouens, die sich die deutsche Mannschaft mit Gruppengegner Chile teilt.

Die Sicherheitsvorkehrungen rund um das Hotel und das DHB-Team selbst sind indes so hoch wie bei keiner Weltmeisterschaft zuvor.

Sprengstoffhunde im Hotel

Zusätzlich zur Polizei-Eskorte ab der französischen Grenze befanden sich während der Anfahrt stets Sicherheitskräfte bei den Nationalspielern im Bus.

Diese werden dem Team auch im gesamten Turnierverlauf nicht von der Seite weichen. Das Hotel war vor der Ankunft der Europameister zudem von oben bis unten gefilzt worden. Unter anderem hatten Sprengstoffspürhunde jedes einzelne Zimmer durchsucht.  

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