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Daniel Stephan wurde mit Lemgo 1997 und 2003 deutscher Meister
Daniel Stephan wurde mit Lemgo 1997 und 2003 deutscher Meister © imago

Daniel Stephan hält die Verpflichtung von Bundestrainer Christian Prokop für ein großes Risiko. Prokops Vita könnte mit der von Vorgänger Sigurdsson nicht mithalten.

Ex-Welthandballer Daniel Stephan hält die Verpflichtung von Bundestrainer Christian Prokop für ein "großes Wagnis" des Deutschen Handballbundes (DHB), "das man nicht unterschätzen darf". Das sagte Stephan bei Spox.

Prokop habe in Leipzig zwar "sensationelle Arbeit" geleistet und man müsse ihm "eine faire Chance geben", doch Stephan sieht "in seiner Verpflichtung auch ein großes Risiko. Prokop hat keinerlei internationale Erfahrung - weder als Spieler noch als Trainer."

Vergleiche mit Vorgänger Dagur Sigurdsson, der zukünftig die japanische Nationalmannschaft betreut, hält Stephan für unangebracht.

"Dieser Vergleich hinkt total. Sigurdsson war vor seiner Zeit als Bundestrainer bereits mehrere Jahre lang in der Bundesliga bei den Füchsen Berlin Coach, hatte zuvor die österreichische Nationalmannschaft unter anderem bei der EM im eigenen Land betreut. Da kann die Vita von Prokop nicht mithalten", sagte der Europameister von 2004.

Prokop galt als Wunschkandidat des Verbandes und wird spätestens zum 1. Juli die Nachfolge von Sigurdsson antreten. Bis dahin betreut der 38-Jährige weiterhin das Bundesliga-Überraschungsteam SC DHfK Leipzig.

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