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Handball-WM Grafik
Vom 15. Januar bis 1. Februar 2015 wird in Katar die Handball-WM ausgetragen © SPORT1

München - Die Handball-WM in Katar ist einer der Sporthöhepunkte 2015. SPORT1 beantwortet die wichtigsten Fragen zur Weltmeisterschaft.

Die Handball-WM 2015 in Katar startet, und die Fans dürfen sich auf ein Turnier der Extraklasse freuen.

Deutschland ist nach verpatzten Playoffs gegen Polen zwar nur dank einer Wildcard des Weltverbandes dabei, zeigte aber in der Vorbereitung unter dem neuen Bundestrainer Dagur Sigurdsson durchaus ansprechende Leistungen (SERVICE: Kretzsches Teamcheck).

Die Situation ist mit der WM 2013 in Spanien vergleichbar. Auch damals reiste Deutschland mit vielen jungen Spielern als Underdog an und wurde starker Fünfter.

Diesmal wäre eine Platzierung unter den Top sieben wichtig, um sich das Ticket für ein Olympia-Qualifikationsturnier zu sichern (EXKLUSIV: Daniel Stephan im Interview).

SPORT1 beantwortet vorab die wichtigsten offenen Fragen zur Weltmeisterschaft 2015.

• Wie begleitet SPORT1 das Turnier?

SPORT1 berichtet ausführlich auf SPORT1.de, in der SPORT1-App und im SPORT1-Teletext ab den Seiten 150 sowie 170 vom Turnier.

Zu allen deutschen Spielen und dem WM-Finale gibt es zusätzlich einen LIVE-TICKER (Der WM Auftakt Polen - Deutschland am Freitag ab 16.45 Uhr im LIVE-TICKER).

Die restlichen Spiele werden in LIVESCORES begleitet.

Anett Sattler und SPORT1-Experte Stefan Kretzschmar sind zudem vor Ort in Doha und liefern alle wichtige Informationen rund um die WM. Zudem wird Kretzschmar in seiner Kolumne die deutschen Spiele analysieren.

Bei Facebook werden täglich News und Highlights vom Turnier auf der SPORT1-Handball-Seite gepostet.

• Wie sieht der Modus aus?

An dem Turnier werden 24 Mannschaften teilnehmen. Automatisch qualifiziert sind Spanien als Weltmeister 2013 und Katar als Gastgeber. Die Vorrunde wird in vier Sechsergruppen gespielt.

Die Teams, die nach den Vorrundenspielen die Plätze 1 bis 4 in ihrer Gruppe belegen, qualifizieren sich für die Finalrunde. Die Mannschaften auf den Plätzen 5 und 6 spielen im President’s Cup weiter. In diesen Platzierungsspielen werden die Plätze von 17 bis 24 bestimmt.

Die besten vier Teams jeder Gruppe kommen ins Achtelfinale. Hier treffen die Gruppenersten einer Gruppe auf die Gruppenvierten einer anderen Gruppen und die Gruppenzweiten treffen auf die Gruppendritten.

Die K.o.-Phase wird mit dem Viertel- und Halbfinale fortgesetzt. Im Spiel um Platz 3 und im Finale fällt dann die Entscheidung über Gold, Silber und Bronze.

• Wer gehört zur deutschen Gruppe?

Deutschland spielt in der Gruppe D gegen:
Saudi-Arabien
Argentinien
Polen
Dänemark
Russland

• Wie stehen die Chancen?

Deutschland darf nur aufgrund einer "zugesteckten" Wild Card starten und träumt nach den beiden überraschenden Auftaktsiegen gegen Polen und Russland vom Gruppensieg. Platz 1 in Gruppe D hätte für das DHB-Team den Vorteil, dass man hoch gehandelten Teams wie etwa Frankreich im Achtel- und auch Viertelfinale aus dem Weg gehen würde.

Als Gruppensieger würde Deutschland im Achtelfinale auf den Viertplatzierten der Gruppe C treffen. Im Viertelfinale müsste das DHB-Team gegen den Sieger des Duells zwischen dem Dritten der Gruppe C und dem Zweiten der Gruppe D ran. Als wahrscheinlichste Gegner sind im Achtelfinale Island, Tschechien, Algerien und Ägypten in der Verlosung.

SPORT1-Experte Stefan Kretzschmar ist nach den Auftakterfolgen optimistisch für den Fortlauf des Turniers. Das ergebnisorientierte Spiel, das Dagur Sigurdsson vorgegeben hat, setzt die Mannschaft perfekt um. Daher kann das Team nach dieser Leistung auch selbstbewusst in die nächsten Partien gehen."

• Wer ist im deutschen Kader?

Bundestrainer Dagur Sigurdsson wird mit 18 Spielern nach Katar reisen. Einen Tag vor dem ersten WM-Spiel gegen Polen muss Sigurdsson seinen Kader aber um mindestens zwei Mann reduzieren. Ob er direkt 16 Spieler nominiert oder nur 15 und damit einen Platz im Kader frei lässt, will der Isländer erst vor Ort entscheiden.

Der deutsche WM-Kader: Silvio Heinevetter (Füchse Berlin), Carsten Lichtlein (VfL Gummersbach), Andreas Wolff (HSG Wetzlar), Stefan Kneer (Rhein-Neckar Löwen), Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen), Johannes Sellin (MT Melsungen), Patrick Wiencek (THW Kiel), Hendrik Pekeler (TBV Lemgo), Patrick Groetzki (Rhein-Neckar Löwen), Steffen Weinhold (THW Kiel), Martin Strobel (HBW Balingen-Weilstetten), Erik Schmidt (TSG Ludwigshafen-Friesenheim), Michael Kraus (Frisch Auf Göppingen), Michael Müller (MT Melsungen), Jens Schöngarth (TuS N-Lübbecke), Matthias Musche (SC Magdeburg), Fabian Böhm (HBW Balingen-Weilstetten), Paul Drux (Füchse Berlin)

• Wer ist der Titelverteidiger?

Gastgeber Spanien gewann die Weltmeisterschaft 2013 im Finale gegen Dänemark.

Die Mannschaft von Trainer Valero Rivera bezwang vor 16.500 Zuschauern in Barcelona Europameister Dänemark nach einer Gala-Vorstellung 35:19 (18:10). Es war das einseitigste Endspiel der WM-Geschichte.

• Wer sind die Favoriten?

Neben Titelverteidiger Spanien zählen Frankreich, Dänemark und Kroatien zu den Top-Anwärtern auf den WM-Titel.

Handball-Europameisterschaft 2014-Frankreich-Trophäe
Frankreich sicherte sich 2014 den EM-Titel © getty

Diese vier Teams machten auch den EM-Titel 2014 unter sich aus. Amtierender Europameister ist Frankreich, das bei der WM allerdings auf Superstar Luc Abalo verzichten muss. Angesichts der spielerischen Überlegenheit bei der EM ist Frankreich aber wohl dennoch Top-Favorit auf WM-Gold.

Als sicher gilt, dass der neue Weltmeister wieder aus Europa kommen wird. Denn Katar und Tunesien sind wohl die einzigen beiden nicht-europäischen Teams, die eine Chance haben, zumindest das Achtelfinale zu erreichen.

• Wann und wo wird gespielt?

Die 24. Handball-Weltmeisterschaft der Männer wird vom 15. Januar bis 1. Februar 2015 in Katar ausgetragen. Die Vorrunde beginnt am 15. Januar 2015 mit dem Eröffnungsspiel Katar gegen Brasilien.

Die einzelnen Gruppen spielen in der Lusail Multipurpose Hall (Kapazität: 15.300 Zuschauer), in der Al Sadd Sports Hall (Kapazität: 7.700 Zuschauer) und im Qatar Handball Association Complex (Kapazität: 5.500 Zuschauer).

Die Spiele der Vorrunde finden bei den Gruppen A und B in allen drei Hallen statt. In der Gruppe C wird in der Duhail Sports Hall sowie der Ali Bin Hamad Al Attiya Arena gespielt. Die Spiele in deutschen Gruppe D werden in der Lusail Multipurpose Hall bzw. der Duhail Sports Hall ausgetragen.

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