Doha - Der deutsche Trainer Michael Biegler holt mit Polen die dritte WM-Medaille. Der Vizeweltmeister von 2007 muss dafür gegen Titelverteidiger Spanien eine Extraschicht einlegen.

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Die von Trainer Michael Biegler betreuten polnischen Handballer haben die vierte WM-Medaille in ihrer Geschichte gewonnen.

Der Vize-Weltmeister von 2007 bezwang in einem packenden Spiel um Platz drei Titelverteidiger Spanien 29:28 (24:24, 13:13) nach Verlängerung.

Nicht mit leeren Händen nach Hause

"Ich bin sehr glücklich. Meine Mannschaft hat über das gesamte Turnier eine starke Leistung abgeliefert. Nach dem verlorenen Halbfinale wollten wir nicht mit leeren Händen nach Hause fahren", sagte Biegler.

Bester Werfer der Polen, die in der Vorschlussrunde an Gastgeber Katar gescheitert waren, war Michal Szyba mit acht Treffern. Beim zweimaligen Weltmeister Spanien erzielte Rechtsaußen Victor Tomas sieben Tore.

Spanien braucht sieben Minuten fürs erste Tor

Die Spanier taten sich nach ihrer Halbfinal-Niederlage gegen Olympiasieger Frankreich zu Beginn in der Lusail Multipurpose Hall schwer und erzielten erst nach 7:13 Minuten ihren ersten Treffer.

Doch mit zunehmender Spieldauer leisteten sich die Iberer in Abwehr und Angriff weniger Fehler. Lohn war der Ausgleich zum 11:11 (23.).

Zu Beginn der zweiten Halbzeit ging Spanien erstmals in Führung (14:13/31.). Bis zur 40. Minute blieb die Partie ausgeglichen (17: 17), dann schlichen sich immer mehr Fehler und Undiszipliniertheiten ins polnische Spiel ein.

Szyba trifft zwei Sekunden vor Schluss

Spanien zog auf 22: 18 (51.) davon, doch Polen kämpfte sich zurück und kam durch Szyba zwei Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit zum Ausgleich.

Die Verlängerung verlief ausgeglichen. Zum umjubelten Matchwinner avancierte Kamil Syprzak mit seinem Tor zum 29:28 45 Sekunden vor dem Ende.

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