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Eintracht Frankfurt v VfB Stuttgart - Bundesliga
Stellt Andreas Wolff seine Torwart-Künste 2019 in einem Fußball-Stadion unter Beweis? © Getty Images

Der Deutsche Handball-Bund will wohl ausgewählte Spiele bei der WM 2019 vor ganz großer Kulisse stattfinden lassen. Als Vorbild dient der aktuelle WM-Gastgeber Frankreich.

Der Deutsche Handball-Bund (DHB) plant bei der Heim-WM 2019 die Austragung von Spielen in einem Fußballstadion.

Nach übereinstimmenden Informationen von Bild-Zeitung und Handballwoche sollen ausgewählte Partien in der Esprit Arena in Düsseldorf (54.600 Plätze) stattfinden. Ziel ist ein Zuschauer-Weltrekord.

"Es stimmt, wir denken über die Austragung in einem Fußballstadion nach", sagte DHB-Präsident Andreas Michelmann der Bild-Zeitung: "Frankreich hat ja auch gute Erfahrungen damit gemacht." Beim Achtelfinale von Titelverteidiger Frankreich gegen Island (31:25) hatten Samstag 28.010 Besucher im ausverkauften Fußballstadion des OSC Lille für einen WM-Rekord gesorgt. 

Einige Stadien stehen zur Auswahl

"Wir können viel von den Franzosen lernen. Wir stehen in engem Dialog mit unseren Freunden", sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning der Handballwoche. Deutschland trägt die nächste WM zusammen mit Dänemark aus.

Neben dem Stadion in Düsseldorf, wo 2015 bereits das DEL-Wintergame im Eishockey 50.000 Zuschauern angelockt hatte, kommen dem Vernehmen nach auch die Hallen von München, Köln, Mannheim, Berlin, Hamburg und Kiel als Standorte für WM-Spiele infrage. Bis März will der DHB eine Entscheidung treffen.

Frankreich wird unterdessen auch sein Viertelfinale am Dienstag in der Fußballarena von Lille austragen. Der Weltrekord für ein Handballspiel wird aus Kapazitätsgründen aber nicht in Gefahr geraten. Beim "Tag des Handballs" am 6. September 2014 in Frankfurt besuchten 44.189 Zuschauer das Bundesligaspiel zwischen den Rhein-Neckar Löwen und dem HSV Hamburg (28:26).

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