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Der Gastgeber ist auf Kurs: Frankreich steht nach dem Sieg gegen Island in der nächsten Runde © Getty Images

Der Gastgeber bleibt auf Titelkurs: Frankreich steht bei der Heim-WM nach dem Sieg gegen Island im Viertelfinale. Auch die Norweger ziehen in die nächste Runde ein.

Viertelfinaleinzug vor WM-Rekordkulisse: Titelverteidiger Frankreich erlebte am ersten K.o.-Tag der Weltmeisterschaft im eigenen Land einen Festtag.

Vor 28.010 Zuschauern im ausverkauften Fußballstadion Pierre-Maroy im nordfranzösischen Lille wurde die Equipe Tricolore ihrer Favoritenrolle gerecht und bezwang Island trotz einiger Mühe mit 31:25 (14:13).

Die alte Rekordmarke für ein WM-Spiel lag bei 25.000 Zuschauern, aufgestellt im Finale 1999 in Ägyptens Hauptstadt Kairo beim Triumph Schwedens gegen Russland. 

Spanien quält sich in die nächste Runde

Vor Frankreich war als erste Mannschaft Norwegen in die Runde der letzten Acht eingezogen. Der EM-Vierte setzte sich gegen Mazedonien souverän mit 34:24 (12:10) durch und trifft nun auf Olympiasieger Island oder Ungarn. Gegner der Franzosen im Viertelfinale ist der Gewinner des Spiels zwischen Schweden und Weißrussland. 

Weitere Viertelfinalisten sind der zweimalige Weltmeister Spanien nach einem extrem mühsamen 28:27 (16:18) gegen den Olympia-Viertelfinalisten Brasilien und Slowenien nach dem 32:26 (13:15) gegen Russland.

Die Spanier treffen nun auf Kroatien oder Ägypten. Die Slowenen wären im Viertelfinale der nächste deutsche Gegner, falls sich der Europameister am Sonntag gegen die Weltauswahl von Katar durchsetzt.

Bad Boys droht Duell mit Frankreich

Danach könnte für die DHB-Auswahl im Halbfinale ein Duell mit Frankreich folgen. Dies wäre eine Neuauflage des Olympia-Halbfinales von Rio de Janeiro, in dem sich die Franzosen mit 29:28 durchgesetzt hatten.

Gegen Island wurde die Mannschaft der Trainer Didier Dinart und Guillaume Gille vor der gewaltigen Kulisse zunächst kalt erwischt. 3:0 hieß es nach fünf Minuten für die Gäste, ehe Superstar Nikola Karabatic erstmals für die Gastgeber traf. Nach 20 Minuten brachte Michael Guigou Frankreich mit 9:8 erstmals in Führung. Bis zur Pause blieb es ein enger Kampf, trotz der Unterstützung von den Rängen. 

Steigerung in Durchgang zwei

Nach dem Wechsel jedoch übernahmen die Franzosen das Kommando und bauten den Vorsprung stetig bis auf 23:16 aus. Dieses Polster brachten Karabatic und Co. sicher ins Ziel. Goigou mit sechs sowie Nedim Remili und Ludovic Fabregas mit jeweils fünf Toren waren die besten Werfer beim Gastgeber. Bei den Nordländern traf Runar Karason vom Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf siebenmal. 

Der Spielplan der Handball-Weltmeisterschaft 2017

Deutschland trifft am Sonntag (18 Uhr im STREAM auf handball.dkb.de) in seinem Achtelfinale auf die Weltauswahl Katars. Der Sieger dieser Partie muss sich mit dem Gewinner des Duells zwischen Russland und Slowenien auseinandersetzen.

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