vergrößernverkleinern
Hockey Rot-Weiss Köln Joshua Delarber
Rot-Weiss Köln holte den siebten Titel der Vereinsgeschichte © Getty Images

Die Hockey-Männer von Rot-Weiss Köln haben den Traum des UHC Hamburg von der ersten Doppel-Meisterschaft zunichte gemacht.

Die Mannschaft von Trainer Frederik Merz setzte sich in einem hart umkämpften Finale mit 4:3 (2:0) gegen das Team von Hockey-Star Moritz Fürste durch und sicherte sich den siebten Titel der Vereinsgeschichte. Der Fluch der UHC-Männer hält damit an: Erneut verpassten die Hamburger ihren ersten nationalen Feld-Titel.

"Der Kräfteverschleiß war enorm. Wer vier Tore gegen uns schießt, ist verdient deutscher Meister", sagte UHC-Coach Kais al Saadi mit leerem Blick. Große Freude dagegen bei den Kölnern. "Der Lokführer braucht bei unserer Rückfahrt starke Nerven", sagte Kapitän Philipp Zeller.

UHC-Frauen siegen deutlich

Während die UHC-Männer völlig niedergeschlagen auf dem grünen Kunstrasen lagen, bejubelten die Frauen des Hamburger Traditionsklubs den Gewinn des Blauen Wimpels. Die Mannschaft von Claas Henkel hatte beim Endrunden-Turnier am Rothenbaum ihr Finale mit 4:0 (2:0) gegen den Überraschungs-Finalisten Münchner SC gewonnen und sich zum vierten Mal zum Meister gekürt.

Im Männer-Finale war Rot-Weiss zu Beginn das gefährlichere Team und ging bereits in der 8. Minute durch den starken Benjamin Wess in Führung. Joshua Delarber (35.) und Nationalspieler Max Grambusch (37.) erhöhten.

Das vierte Tor der Kölner erzielte Tom Grambusch per Siebenmeter (48.). Philipp Schmid (45.) und Torjäger Florian Fuchs (50.) verkürzten jeweils für die Hanseaten, bevor Fürste den Anschluss wiederherstellte (67.). Doch der kam zu spät.

Fürste und Co. hatten sich am Samstag in einem packenden Halbfinale gegen Titelverteidiger Harvestehuder THC mit 5:3 nach Penaltyschießen durchgesetzt. Rot-Weiss war durch ein souveränes 3:0 gegen den Crefelder HTC ins Endspiel eingezogen.

Bei den Frauen sicherte sich der UHC, der im Halbfinale den Düsseldorfer HC mit 4:1 ausgeschaltet hatte, erstmals den Titel nach 2011 - in ihrem siebten Finale in Serie.

"Das war eine unfassbare Teamleistung", sagte Nationalspielerin Charlotte Stapenhorst, die mit zwei Treffern (12., 70.) neben Janne Müller-Wieland (24., 48.) zur Matchwinnerin avancierte. München, das zuvor Titelverteidiger Rot-Weiss Köln mit 2:1 nach Penaltyschiessen besiegt hatte, konnte am Ende nichts mehr zusetzen.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel