Bundestrainer Mülders fühlt sich im Schottland-Spiel benachteiligt, blickt aber nach vorn. SPORT1-Expertin Keller nimmt die Unparteiische in Schutz und hat einen Rat.

Am Morgen danach war der große Ärger nicht vergessen, aber verdaut.

Nach dem vorzeitigen Einzug ins Halbfinale der EM in London beschloss das DHB-Team, keine weiteren Worte über Schiedsrichterin Frances Block zu verlieren.

Stattdessen gilt die Konzentration jetzt dem letzten Gruppenspiel (Mi., 20.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVETICKER). "Jetzt bereiten wir uns in aller Ruhe auf England vor. Das ist für uns ein guter Prüfstein", sagte Bundestrainer Jamilon Mülders.

"Nicht die Qualität für die A-Gruppe"

Dabei war der Frust über die Unparteiische aus England groß nach dem hart erkämpften 2:1 gegen Schottland.

"Die Dame hat nicht zum ersten Mal bewiesen, dass sie nicht die Qualität für die A-Gruppe hat", fällte Mülders sein Urteil. "Die Entscheidungen waren eindeutig. Wir spielen sehr lange in Unterzahl, wo noch nicht einmal klar ist, wer das Foul macht, und werden auf der Gegenseite nicht ähnlich bewertet."

Auch SPORT1-Experte Philipp Crone hatte sich beim Live-Kommentar ereifert: "Schön hart gegen Deutschland, schön weich gegen Schottland", werde gepfiffen - Blocks Leistung "unterirdisch".

Hartes Foul an Altenburg

"Man muss leider ruhig bleiben und das hinnehmen, aber heute war es auf jeden Fall zu viel", meinte Mittelfeldspielerin Luisa Steindor nach Spielschluss: "Die Schottinnen müssen mindestens zweimal mit Gelb runter, so wie Lisa Altenburg da gefoult wird."

Rekordnationalspielerin Natascha Keller, ebenfalls für SPORT1 in London, warb dagegen um Verständnis für die Referee: "Hockey ist eine schnelle Sportart, und da kann man eben nicht alles immer richtig sehen. Da passieren nun mal Fehler und die darf man nicht zu hoch bewerten."

Keller lobte die Deutschen für ihre Trotzreaktion auf dem Feld: "Darin besteht auch die Kunst und Stärke einer Mannschaft, sich da nicht aus dem Tritt bringen zu lassen. Man pusht sich dann noch einmal. Emotionen gehören zum Sport dazu. Man muss sie in die richtige Richtung lenken. "

Mülders nennt das beste Rezept 

Ganz ähnlich hatte sich Crone mit einem Augenzwinkern am Mikrofon geäußert: "Die deutschen Spielerinnen lassen sich nicht aus der Ruhe bringen - nur der Experte."

Die beste Marchroute hatte Mülders ohnehin bereits am Montag ausgegeben: "Man muss einfach so gut sein, dass man darüber gar nicht redet."

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