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Moritz Fürste erzielte die Führung für Deutschland
Moritz Fürste ist Doppel-Olympiasieger sowie Welt - und Europameister © Getty Images

Moritz Fürste ist das Gesicht des deutschen Hockey. Für seinen Traum vom dritten Olympia-Gold in Rio absolviert der Nationalspieler ein Riesenpensum - doch erstmal zählt nur die EM in London.

Stolzer Familienvater, gefragter Olympiabotschafter, erfolgreicher Geschäftsmann - und fast nebenbei auch noch eine Ikone im Welt-Hockey: Moritz Fürste gibt auf scheinbar jedem Parkett eine exzellente Figur ab.

Doch die anstehende Vorbereitung auf Olympia 2016 bringt selbst das Multitalent an seine Grenzen.

"Die Herausforderung und der Aufwand werden im nächsten Jahr deutlich höher", sagte Fürste. Am Samstag (ab 17.00 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) startet er mit seinem Team gegen Belgien in die EM in London.

Fürste setzt sich für Hamburgs Olympia-Bewerbung ein

Neben der Jagd nach dem neunten EM-Titel ist es für die erfolgsverwöhnten deutschen Hockey-Männer auch eine gute Standortbestimmung ein Jahr vor den Olympischen Spielen in Rio. Fürstes großes Ziel, auf das der smarte Hamburger den Fokus ab März voll richten wird.

"Ich arbeite mich da gerade ein wenig ran", sagte Fürste, alle Spielfelder machten ihm derzeit richtig Spaß. Und das sind viele.

Moritz Fürste kämpt gegen das Aus der Freezers
Moritz Fürste spricht in der Paulskirche in Frankfurt © Getty Images

Fürste baut als Direktor für Sportmarketing in einer Hamburger Werbeagentur einen neuen Geschäftszweig auf, ist als Aktiver im Board des Internationalen Hockey-Verbandes FIH vertreten und stand als Persönliches Mitglied des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) wie selbstverständlich auf der Bühne in der Frankfurter Paulskirche, als seine Heimat Hamburg zur deutschen Bewerberstadt für die Olympischen Spiele 2024 gekürt wurde.

Wer sich parallel dann auch noch mit dem Trainingspensum eines Profisportlers auf Großevents wie die EM in London vorbereitet, braucht ein exzellentes Zeitmanagement. Schließlich sollen auch noch so viele Stunden wie möglich für seine kleine Tochter Emma und Ehefrau Stephanie bleiben.

Rio ist schon im Kopf

"Es hat für mich immer etwas damit zu tun, Prioritäten zu setzen", sagt Mo, wie ihn in der Hockey-Szene alle nennen: "Ich habe nicht das Gefühl, dass ich viel mehr als andere Sportler mache."

Nachdem die frühen Sommerwochen der Familie galten, zählt für Fürste jetzt in erster Linie ein starkes Auftreten bei der Europameisterschaft.

Rio sei zwar schon im Kopf, "weil man auch sehr oft darauf angesprochen wird. Auch im Job spricht kaum jemand über die EM, sondern über Olympia", sagte Fürste: "Für mich als Sportler ist es aber so, dass wir nach London fahren und wir so weit kommen wollen, wie es nur geht. Da macht man auch keinen Unterschied zwischen EM und Olympia, sondern versucht so gut zu performen, wie es geht."

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