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Die DHB-Frauen lösen gegen Schottland das Halbfinalticket bei der EM. Nicht nur Bundestrainer Mülders attackiert die Schiedsrichterin. Eine Schottin muss blutend vom Feld.

Einen Tag nach den deutschen Hockey-Männern sind auch die Frauen vorzeitig ins Halbfinale der Europameisterschaften (LIVE im TV auf SPORT1) eingezogen.

Im Olympiapark von London setzte sich die Mannschaft von Bundestrainer Jamilon Mülders gegen Schottland mit 2:1 (1:0) durch.

Vor dem abschließenden Spiel der Gruppe B ist Deutschland mit sechs Punkten nicht mehr von einem der ersten beiden Plätze zu verdrängen. (SERVICE: Die Tabelle)

Hoffmann und Mävers treffen

"An erster Stelle steht, dass wir hier das Halbfinale schon erreicht haben, an zweiter dann, dass die gute Entwicklung der Mannschaft deutlich sichtbar ist. Jetzt bereiten wir uns in aller Ruhe auf England vor. Das ist für uns ein guter Prüfstein", sagte Mülders.

Eileen Hoffmann (18.) schoss den Titelverteidiger im zweiten Viertel in Führung.

Nach einer kleinen Schwächephase legte Marie Mävers (42.) mit ihrem zweiten Turniertreffer nach, bevor das Team in Unterzahl den Anschlusstreffer durch Nikki Kidd (55./Strafecke) kassierte.

DHB-Team attackiert Schiedsrichterin

Für großen Ärger beim deutschen Team sorgte die Regelauslegung von Schiedsrichterin Frances Block aus England.

"Die Dame hat nicht zum ersten Mal bewiesen, dass sie nicht die Qualität für die A-Gruppe hat", wetterte Mülders nach der Partie: "Die Entscheidungen waren eindeutig. Wir spielen sehr lange in Unterzahl, wo noch nicht einmal klar ist, wer das Foul macht, und werden auf der Gegenseite nicht ähnlich bewertet.

Auch SPORT1-Experte Philipp Crone bezeichnete die Leistung der Schiedsrichterin als "unterirdisch".

"Man muss leider ruhig bleiben und das hinnehmen, aber heute war es auf jeden Fall zu viel", meinte Nationalspielerin Luisa Steindor: "Die Schottinnen müssen mindestens zweimal mit Gelb runter, so wie Lisa Altenburg da gefoult wird."

Blutige Schrecksekunde

Eine Schrecksekunde musste die Schottin Fiona Bruce verkraften.

Im Zweikampf mit Deutschlands Selin Orz bekam sie den Schläger an den Kopf und musste mit einer blutenden Platzwunde behandelt werden. Mit einem großen Pflaster auf der Stirn konnte Bruce aber später weiterspielen.

Deutschland dominiert

"Die Schottinnen waren sehr aggressiv und haben unglaublich gut verteidigt, das war ein sehr intensives Spiel", sagte Mittelfeldspielerin Jana Teschke: "Jetzt freuen wir uns einfach, dass wir es ins Halbfinale geschafft haben."

Deutschland dominierte die Partie zu Beginn und kam auf 83 Prozent Ballbesitz in der ersten Hälfte, von fünf Torchancen konnte das Mülders-Team eine verwerten.

"Das 1:0 war überfällig, schon vorher haben sich die Deutschen viele Chancen rausgespielt", erklärte SPORT1-Experte Philipp Crone und lobte vor allem die Vorarbeit: "Sehr cool abgelegt von Franziska Hauke auf die bessere postierte Eileen Hoffmann."

Im dritten Viertel kamen die Schottinnen allerdings besser in die Begegnung, der Titelverteidiger verlor ein wenig den Faden.

Mit dem 2:0 duch Mävers gewann Deutschland wieder an Sicherheit, musste nach dem Anschluss aber noch einmal zittern.

England wartet

Am Samstag war die Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) mit einem 4:0 (2:0) gegen Italien in das Unternehmen Titelverteidigung gestartet. (SERVICE: Der Spielplan der EM)

Im letzten Vorrundenspiel trifft Deutschland am Mittwoch auf Gastgeber England (20.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1).

Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen qualifizieren sich die beiden Erstplatzierten der zwei Vierergruppen für das Halbfinale, die anderen Mannschaften tragen Platzierungsspiele aus. 

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