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Cristiano Ronaldo war 2008 und 2013 Weltfußballer
Cristiano Ronaldo war 2008 und 2013 Weltfußballer

Madrid - Acht Tore in einer Woche: Cristiano Ronaldo ist nicht zu stoppen. Der Star von Madrid ballert sich einigen Rekorden immer näher.

Auf der Suche nach Vergleichen half nur der Blick zum Basketball.

"Cristiano Ronaldo spielt im Moment so wie einst Michael Jordan, als der jeden Abend 50 Punkte machte. Er ist unglaublich", sagte der staunenden Trainer des FC Elche nach der dritten Gala des Weltfußballers innerhalb einer Woche.

Kurz zuvor hatte Ronaldo dem Team von Fran Escriba mal eben vier Tore eingeschenkt.

5:1 gegen Basel, 8:2 gegen La Coruna, nun 5:1 gegen Elche: Real Madrids Tormaschine läuft derzeit auf Hochtouren, und ihr unbestrittener Antreiber heißt Ronaldo.

Acht Tore in einer Woche

"CR7 von der Leine gelassen", schrieb die Tageszeitung "AS", und die "Marca" spielte mit den Initialen des Superstars: "InCReible" - unglaublich. Acht Treffer in einer Woche hat der Portugiese nun erzielt, zahlreiche Bestmarken von Alfredo Di Stefano und Raul wackeln bedenklich.

Eine hat Ronaldo fast erreicht: 25 Dreierpacks hat der 29-Jährige nun für Real erzielt, einen weniger als Di Stefano.

Die im Juli verstorbene Klub-Legende benötigte dafür allerdings elf Jahre, Ronaldo spielt erst seine sechste Saison für die Königlichen. In der Liga hat er nun 187 Treffer in gerade einmal 169 Spielen für Real erzielt, nur Raul (228) und Di Stefano (216) liegen noch vor ihm.

Ronaldo gönnt seinem Körper eine Pause

"Ronaldo ist derzeit in einer Topform. Die Pause zu Saisonbeginn hat ihm gut getan", sagte Trainer Carlo Ancelotti.

Nach der enttäuschenden WM hatte Ronaldo seinem Körper eine Auszeit verordnet, mit Folgen für Team und Land: Portugal verlor in der EM-Qualifikation überraschend gegen Albanien mit 0:1, Madrid kassierte gegen San Sebastian ein 2:4 und musste den Rivalen FC Barcelona ziehen lassen.

Neun Tore nach fünf Spieltagen hat Ronaldo nun auf dem Konto, das schafften vor ihm in der Liga nur Pahino (1954) und Amancio (1968).

Portugiese dankt Mitspieler

Der Portugiese gibt sich dennoch bescheiden, auch seine Gala am Dienstagabend änderte daran nichts. "Ohne die Vorlagen meiner Mitspieler wäre das alles nicht möglich", sagte der "König von Madrid".

Dass Ronaldo der Chef ist und bleibt, ist unbestritten. Weder Millionen-Einkauf Gareth Bale noch WM-Torschützenkönig James Rodriguez oder Weltmeister Toni Kroos konnten das bislang ändern.

"Cristiano ist ein Phänomen", lobte Kroos unlängst.

Ronaldo jagt Raul

Sogar Lionel Messi im fernen Barcelona hat derzeit das Nachsehen. Seinen ewigen Rivalen hat Ronaldo erst in der vergangenen Woche überflügelt.

In der ewigen Torjägerliste der Champions League liegt er mit 68 Toren wieder vor Messi (67), nur Raul (71) ist noch besser.

Die Suche nach passenden Vergleichen für Cristiano Ronaldo dürfte künftig nicht unbedingt einfacher werden.

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