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Lionel Messi (r.) spielt seit seinem 13. Lebensjahr für den FC Barcelona

Barcelona - Lionel Messi ist bei Barcelonas Gala gegen Granada der überragende Mann. Coach Luis Enrique lobt. Reals Ronaldo trifft erneut.

Cristiano Ronaldo wie eine Tormaschine. Lionel Messi wie ein Verzauberter.

Das Fernduell der formstarken Superstars hat die Fans auch am sechsten Spieltag der Primera Division elektrisiert.

Während Weltfußballer Ronaldo Rekordmeister Real Madrid mit seinem bereits zehnten Saisontreffer zu einem 2:0 (2:0) beim FC Villarreal führte, glänzte Vize-Weltmeister Messi nicht nur wegen seiner zwei Tore beim 6:0 (3:0) von Primus FC Barcelona gegen den FC Granada.

"Der totale Stürmer"

"Messi ist jemand, der von einem Zauberstab berührt wurde", schwärmte Barca-Trainer Luis Enrique vom magischen Argentinier. Neben fünf Treffern hat er auch schon sieben Assists auf dem Konto. "Messi, der totale Stürmer", titelte die Zeitung "Sport".

Symptomatisch für den derzeitigen Lauf von "La Pulga" (der Floh) war, dass der nur 1,69 Meter große Messi das erste seiner beiden Tore (62.) per Kopf erzielte. Sein folgendes Erfolgserlebnis in der 82. Minute war sein 400. Karriere-Treffer - ein weiterer Meilenstein.

"Ich habe mir nie vorstellen können, dass ich das mal schaffen würde. Aber ich werde weiter hart arbeiten", schrieb Messi auf seiner Facebook-Seite.

Ter Stegen auf der Bank

Die Katalanen, für die zudem Brasiliens Topstar Neymar (26., 45. +1, 66.) sowie der Ex-Schalker Ivan Rakitic (43.) trafen, führten die Tabelle vor den Sonntagsspielen mit 16 Punkten und 17:0 Toren an.

Der frühere Gladbacher Torhüter Marc-Andre ter Stegen kam nicht zum Einsatz, er soll aber womöglich im Champions-League-Duell mit Paris St. Germain am Dienstag spielen.

Ancelotti hadert trotz Sieg

Durch den dritten Ligasieg in Folge ist inzwischen auch Real Madrid wieder auf Kurs, liegt aber weiterhin vier Zähler hinter Barca.

Mit Weltmeister Toni Kroos in der Startelf glückte dem Team von Carlo Ancelotti die Generalprobe für die Partie in der Königsklasse am Mittwoch beim bulgarischen Meister Ludogorez Rasgrad.

Ganz zufrieden war der italienische Coach aber nicht: "Wir haben ein schwieriges Spiel gegen eine Mannschaft gewonnen, die uns Probleme bereitet hat."

13 Tore in neun Partien

Zumindest auf Ausnahmekönner Ronaldo war wieder einmal Verlass. Insgesamt neun Treffer in anderthalb Wochen und vier Spielen gelangen "CR7" - die portugiesische Tormaschine läuft auf Hochtouren.

"Ronaldo ist derzeit in Topform", sagte Ancelotti über den bei der WM noch verletzungsbedingt schwächelnden Weltfußballer. Ronaldos 13 Tore in neun Saison-Pflichtspielen sprechen für sich.

Fran Escriba, Trainer des Ligarivalen FC Elche, bemühte bei der Suche nach Superlativen in diesen Tagen sogar einen Vergleich aus dem Basketball: "Ronaldo spielt im Moment so wie einst Michael Jordan, als er jeden Abend 50 Punkte machte."

Neben dem Portugiesen (40.) traf beim Spiel bei Villarreal noch Luka Modric (32.) für die Königlichen.

Atletico spring auf Rang zwei

Meister Atletico Madrid verbesserte sich mit dem zweiten Sieg nacheinander mit nun 14 Zählern zunächst auf Rang zwei der Tabelle.

Der Titelverteidiger setzte sich 4:0 (2:0) gegen den viertplatzierten FC Sevilla (13) durch. Koke (19.) und Saul Niguez (42.) trafen schon vor der Pause für den Champions-League-Finalisten, Raul Garcia (83./Foulelfmeter) und erneut Koke (90.) legten in der Schlussphase nach.

Nach seiner Sechs-Spiele-Sperre wegen zweier Ohrfeigen gegen den vierten Offiziellen im Supercup-Duell mit Pokalsieger Real Madrid (1:0) Ende August saß Coach Diego Simeone erstmals wieder auf der Atletico-Bank.

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