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Joseph Blatter (l.) ist seit 1998 Präsident des Weltfußballverbands FIFA
Joseph Blatter (l.) ist seit 1998 Präsident des Weltfußballverbands FIFA © getty

FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hat sich im Zuge der Ukraine-Krise eindeutig gegen einen Boykott der Fußball-WM 2018 ausgesprochen und Gastgeber Russland seine Unterstützung zugesagt.

"Ein Boykott irgendeines Sportereignisses hat noch nie etwas gebracht", sagte der Schweizer im "Camp Beckenbauer" in Kitzbühel: "Wir sind im Moment in der Situation, in der wir den Organisatoren der WM 2018 und 2022 (in Katar, d.Red.) unser Vertrauen aussprechen."

Für die Ausrichtung der Endrunde in vier Jahren "gibt es für mich keine Fragen", so Blatter.

Auch DFB-Präsident Wolfgang Niersbach sagte mit Blick auf die Olympischen Sommerspiele vor 34 Jahren in Moskau: "Der Boykott von 1980 hat nichts gebracht. Es hat nur den Sportlern geschadet."

Damals sei "man der Meinung gewesen, dass der Sport Druck auf die Politik ausüben könne", sagte der Chef des DFB: "Niemand von uns kann das Wort 'Boykott' in den Mund nehmen, und das wird auch von der Politik nicht erwartet."

Der 63-Jährige mahnte, "man muss auch die Grenzen des Sports anerkennen".

Der Sport werde im Zuge der Ukraine-Krise mit "Problemen konfrontiert, die er alleine nicht lösen kann. Fußball kann die Welt verändern - aber nie alleine".

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