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Kevin Kuranyi spielt seit 2010 in Russland bei Dynamo Moskau

Ex-Nationalspieler Kevin Kuranyi hat sich erschüttert über rassistische Auswüchse in Russland, dem WM-Gastgeberland 2018, gezeigt.

"Die versuchen schon viel zu tun, aber die auf den Rängen, das sind einfach Leute, die nix im Kopf haben. Mich erschüttert das immer wieder. Wir leben im Jahr 2014, solche Sachen dürfen einfach nicht mehr passieren", sagte der ehemalige Stuttgarter und Schalker Bundesligaprofi, der bei Dynamo Moskau unter Vertrag steht, der "Welt am Sonntag".

Seit 2010 spielt der Angreifer in der russischer Premjer Liga. "Vergangenes Wochenende hatten wir ein Spiel gegen Torpedo Moskau, da sind unsere dunkelhäutigen Spieler auch von gegnerischen Fans provoziert worden. Das ist zum Verzweifeln, diese dummen Leute kriegst du nicht los", äußerte Kuranyi.

Der russische Verband könne gegen die Vorfälle, die unter anderem dem Klub ZSKA Moskau Geisterspiele in der Champions League beschert haben, wenig machen.

Kuranyi forderte die vernünftigen Zuschauer auf den Tribünen in Russland zu mehr Zivilcourage auf: "Seinem Nachbarn auf der Tribüne zu sagen, er solle seinen Mund halten, wenn er mit Affenlauten anfängt, das wäre ein erster großer Schritt."

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