vergrößernverkleinern
Am 12. Januar 2015 wird der Weltfußballer 2014 gekürt

München - Die Wahl zum Weltfußballer 2014 steht an. Wer sind die Kandidaten? Wie wird gewählt? SPORT1 erklärt den FIFA Ballon d'Or.

Von Robin Wigger und Jonas Nohe

Zu Beginn eines jeden Jahres wird seit 2010 der FIFA Ballon d'Or für den besten Fußballer des vergangenen Kalenderjahres vergeben.

Der Preis, der vom Weltverband FIFA und der französischen Fachzeitschrift "France Football" verliehen wird, ist eine Verschmelzung der vorherigen Auszeichnungen Weltfußballer des Jahres und Ballon d'Or.

Am Dienstag gibt die FIFA eine 23-köpfige Liste mit Kandidaten für den begehrten Titel des Weltfußballers bekannt, der Preisträger wird am 12. Januar 2015 in Zürich bekanntgegeben.

SPORT1 beantwortet die wichtigsten Fragen rund um den FIFA Ballon d'Or:

• Der Wahlmodus

Die FIFA-Fußballkommission und eine Expertengruppe von "France Football" erstellen eine Liste von 23 Kandidaten, die am 28. Oktober bekanntgegeben wurde (News).

Aus dieser Liste wählen die Trainer und Kapitäne aller Nationalteams sowie ausgewählte Medienvertreter ihre Favoriten. Am 1. Dezember werden schon einmal die drei Bestplatzierten bekanntgegeben, ohne ihre Platzierung zu nennen.

Die Ehrung des Weltfußballers 2014 findet schließlich am 12. Januar 2015 in Zürich statt.

• Der Titelverteidiger

Cristiano Ronaldo von Real Madrid wurde 2013 zum Weltfußballer gekürt. Der Portugiese setzte sich vor Lionel Messi vom FC Barcelona durch. Franck Ribery vom FC Bayern belegte Rang drei.

• Die Favoriten

Unter den Kandidaten für die Wahl zum Weltfußballer 2014 finden sich ebenso sechs deutsche Weltmeister wie auch sechs Spieler des FC Bayern (NEWS: Die Kandidaten auf den Ballon d'Or). Champions-League-Sieger Real Madrid ist ebenfalls mit sechs aktuellen Spielern vertreten.

Als Favoriten sind wieder einmal die üblichen Verdächtigen zu nennen:

Cristiano Ronaldo: Der Titelverteidiger führte Real Madrid zum Erfolg in der Copa del Rey sowie zum zehnten Champions-League-Sieg der Vereinsgeschichte. Mit 17 Treffern wurde er Torschützenkönig in der Königsklasse. Bei der WM in Brasilien scheiterte der Portugiese mit seinem Team allerdings bereits in der Gruppenphase. Seit Saisonbeginn präsentiert sich der 29-Jährige erneut in Topform, traf in neun Ligaspielen bereits 16-mal.

Lionel Messi: Der 27-Jährige erlebte mit dem FC Barcelona eine eher enttäuschende Saison und gewann "nur" den spanischen Supercup. Der Argentinier schoss 28 Ligatore - so wenige hatte er zuletzt 2008/09 erzielt. Allerdings gelang Messi mit der argentinischen Nationalmannschaft der Einzug ins WM-Finale gegen Deutschland. Nach der Niederlage wurde der "Zauberfloh" sogar zum Spieler des Turniers gewählt.

Manuel Neuer: Mit dem FC Bayern holte der Torhüter die früheste Meisterschaft der Bundesliga-Geschichte, mit der Nationalmannschaft gewann Neuer den WM-Titel. In der Champions League war allerdings im Halbfinale gegen Real Madrid Schluss. Ein weiterer möglicher Nachteil: Noch nie wurde ein Torwart zum Weltfußballer des Jahres gewählt. Als einziger Defensivspieler konnte sich bisher der Italiener Fabio Cannavaro 2006 den Titel sichern.

• Die Favoriten

Lionel Messi ist mit drei FIFA Ballon d'Or Auszeichnungen in vier Jahren Rekordhalter, gewann zudem als Letzter den Vorgängertitel als Weltfußballer des Jahres.

Je dreimal konnten sich diese Auszeichnung der Brasilianer Ronaldo (1996, 1997, 2002) und der Franzose Zinedine Zidane (1998, 2000, 2003) sichern.

Der einzige Deutsche, der bisher zum Weltfußballer gekrönt wurde, war Lothar Matthäus. Er gewann die Premierenwahl im Jahr 1991.

• Die weiteren Auszeichnungen

Bei der Gala FIFA Ballon d'Or werden neben dem Weltfußballer auch die Weltfußballerin, der Welttrainer des Jahres sowie die beste Trainerin oder der beste Trainer einer Frauenmannschaft gewählt.

Bei der Wahl zur FIFA-Weltfußballerin 2014 stehen mit Titelverteidigerin Nadine Angerer und Nadine Kessler zwei Deutsche unter den letzten Zehn. 

Weltmeistertrainer Joachim Löw geht als Favorit in die Wahl zum Welttrainer, auch Bayern-Coach Pep Guardiola sowie der ehemalige Nationaltrainer und heutige US-Coach Jürgen Klinsmann stehen auf der Kandidatenliste.

Als FIFA-Frauenfussballtrainer/-in 2014 sind mit Ralf Kellermann (VfL Wolfsburg), Maren Meinert (U-20-Nationalteam) und Martina Voss-Tecklenburg (Schweizer Nationalteam) sogar gleich drei Deutsche nominiert.

Des Weiteren werden der Presidential Award für besondere Verdienste und Leistungen, der Fairplay-Preis und der Puskas-Preis für das schönste Tor des Jahres vergeben sowie die Weltelf (FIFPRO World XI) ausgezeichnet.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel