vergrößernverkleinern
Marokko-Flaggen

Marokko, der Gastgeber des Afrika-Cup 2015, hat dem afrikanischen Fußballverband CAF mit einem Rückzug als Ausrichter für das Turnier gedroht.

Wie der ghanaische Sportminister Mahama Ayariga bekannt gab, hat Marokko gegenüber dem Verband klargemacht, man werde den Afrika-Cup nicht ausrichten können, wenn der Termin dafür nicht verschoben werde.

Deshalb hat der CAF Ghana und Südafrika als mögliche Ausweichländer ins Visier genommen und bei den zuständigen Stellen angefragt, ob eine Ausrichtung in diesen Ländern möglich sei.

Grund für den möglichen Rückzug ist die Ebola-Epidemie, die Anfang des Jahres im Westen Afrikas ausgebrochen ist und sich seitdem zunehmend ausbreitet.

"Unsere Sorge ist die Gesundheit des ganzen Kontinents", sagte der marokkanische Sportminister Mohamed Ouzzine. Sein Land werde den Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) folgen, welche sich generell gegen Großveranstaltungen ausgesprochen hatte.

"Wir sprechen vom Afrika-Cup, wo wir bis zu 400.000 Zuschauer in unserem Land erwarten", führte Ouzzine aus: "Ich glaube, dass derzeit kein afrikanisches Land die Kapazitäten hat, den Virus zu überwachen und die nötige Sicherheit bei so einem Event zu garantieren. Nicht die teilnehmenden Mannschaften sind das Problem, sondern die vielen Zuschauer."

Marokko hatte zuvor um eine Terminänderung für das Turnier gebeten. Die CAF möchte aber nicht von den geplanten Daten abweichen. Die Kontinentalwettkämpfe sollen vom 17. Januar bis 8. Februar stattfinden.

Falls Marokko als Ausrichter aussteigen sollte, könnten sowohl das Nationalteam als auch die nationalen Klubs vom Verband mit Ausschluss bestraft werden.

Am 2. November soll die Angelegenheit endgültig entschieden werden.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel