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Albanien verurteilt die Aktionen serbischer Fans

Albanien hat am Sonntag die Verbrennung ihrer Landesflagge während eines Erstligaspiels in Serbien - der jüngste in einer Reihe von Zwischenfällen seit dem skandalösen EM-Qualifikationsspiel am vergangenen Dienstag - auf das Schärfste verurteilt.

Das albanische Außenministerium forderte die serbischen Behörden dazu auf, die Täter vor Gericht zu stellen und appellierte an die Politiker "sich von solchen Aktionen, die schädlich für die Zukunft und Stabilität auf dem Balkan sind, zu distanzieren".

Der Vorfall ereignete sich in der serbischen Liga im Belgrader Stadtderby zwischen Partizan und Roter Stern am Samstag (1:0), bei dem Fans von Roter Stern dabei fotografiert worden waren, wie sie eine albanische Flagge im Stadion verbrannten.

Der albanische Verband FSHF hatte nach dem Skandalspiel zudem weitere Vorwürfe gegen Zuschauer und Organisatoren in Belgrad erhoben.

In einem Statement teilte der Verband mit, dass schon vor dem Spiel der Teambus von Steinen getroffen worden sei, die albanische Delegation sei zudem mit einem Betonbrocken beworfen worden.

Während des Spiels habe es zudem "Münzen, Feuerzeuge und weitere Objekte" gehagelt.

Nach dem Spiel sollen zudem mehrere albanische Läden in Serbien von Hooligans angegriffen worden sein.

Lokale Medien berichteten außerdem davon, dass ein Molotow-Cocktail in eine Bäckerei geworfen wurde und zahlreiche Fensterläden zu Bruch gegangen seien.

Das EM-Qualifikationsspiel war am Dienstag abgebrochen worden, nachdem eine Drohne die Flagge Groß-Albaniens in das Stadion gebracht und Krawalle ausgelöst hatte.

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) wird den Fall am 23. Oktober verhandeln.

Von einer Spielwertung am Grünen Tisch bis hin zum kompletten Ausschluss aus der EM-Qualifikation scheint derzeit alles möglich.

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