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Michel Platini ist seit 2007 Präsident der UEFA

UEFA-Präsident Michel Platini fordert im Kampf gegen die Dritteigentümerschaft im Fußball die Unterstützung der Europäischen Union.

"Dritteigentümerschaften an Spielern haben keinen Platz im europäischen Sport", sagte der Franzose bei einem informellen Treffen der EU-Sportminister in Rom: "Deshalb muss möglichst schnell ein rechtlicher Rahmen erstellt werden. Ein Scheitern wäre kein Scheitern der UEFA oder der Sportbewegung, es wäre ein Scheitern Europas."

Die Praxis der Veräußerung von Spielern an Eigentümer bediene sich "heimtückischen Mitteln und verfolgt ihre Ziele erbarmungslos", sagte der Chef der Europäischen Fußball-Union (UEFA): "Sie nimmt keinerlei Rücksicht auf die menschliche Würde, die Integrität unserer Wettbewerbe und auch nicht auf die Finanzierung des Massensports. Es handelt sich um eine schreckliche Realität, die bisher lediglich in Südamerika anzutreffen war, nun aber auch den gesamten europäischen Kontinent erfasst hat."

Es sei "dringendes Handeln" gefordert.

"Es ist wahrlich kein leichtes Unterfangen, doch können wir nur mit vereinten Kräften etwas erreichen", sagte Platini, der durch undurchsichtige Besitzverhältnise auch die Gefahr der Spielmanipulation deutlich erhöht sieht: "Die Werte der Integrität und der Ehrlichkeit, die dem Sport zugrunde liegen müssen, werden so missachtet und verletzt. "

Zuletzt hatte auch der Weltverband FIFA eingelenkt und das Verbot der Dritteigentümerschaft zumindest angekündigt.

"Das kann nicht umgehend umgesetzt werden, aber es wird eine Reformperiode geben, um das Verbot durchzusetzen", sagte FIFA-Präsident Joseph S. Blatter.

Die UEFA hatte in der vergangenen Woche eine Kooperationsvereinbarung mit der EU unterzeichnet.

Ein "historischer Schritt nach vorne für die europäische Sportpolitik", urteilte Platini.

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