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Massimo Moratti war zwischen 1995 und 2013 Haupteigentümer sowie langjähriger Präsident von Inter

Dem sportlichen Ende folgt nun auch das betriebswirtschaftliche Ende einer Ära bei Inter Mailand: Klub-Patriarch Massimo Moratti will sich von seinem Aktienpaket (30 Prozent) trennen, das der 69-Jährige noch am 18-maligen italienischen Fußball-Meister hält.

Bereits am Donnerstag war Moratti als Inters Ehrenpräsident zurückgetreten.

Moratti, der den Klub als Eigentümer fast 20 Jahre geführt hatte, soll mit dem neuen Inhaber, dem indonesischen Investor Erick Thohir, in Konflikt geraten sein. Das berichteten italienische Medien am Freitag.

Medienmogul Thohir hatte im November 2013 die Mehrheit an Inter erworben und angekündigt, reichlich Geld in den Klub zu investieren. Derzeit liegt Inter in der Serie A nur auf Rang neun.

Thohirs Manager hatten zuletzt die hohen Schulden kritisiert, die Moratti in den vergangenen Jahren angehäuft haben soll und die den Klubs jetzt schwer belasten.

"Inter ist ein großer Brandherd. Wir arbeiten an einem umfangreichen Sanierungsplan", sagte der US-Manager Michael Bolingbroke, der zu Inters neuem Geschäftsführer berufen worden war.

In den letzten drei Jahren hatte Inter Verluste in Höhe von 276 Millionen Euro angehäuft. Dem Verein droht jetzt eine saftige Strafe seitens der Europäischen Fußball-Union (UEFA) wegen des Verstoßes gegen das Financial Fair Play.

Auf einem Treffen mit UEFA-Spitzen in Nyon am 7. November will Bolingbroke seinen auf fünf Jahre ausgelegten Sanierungsplan vorstellen.

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