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Fabio Cannavaro trainierte zuletzt Al-Ahly in den Vereinigten Arabischen Emiraten

Italiens Weltmeister-Kapitän von 2006 Fabio Cannavaro tritt bei Chinas Meister Guangzhou Evergrande in die Fußstapfen von Weltmeister-Trainer Marcello Lippi.

Am Mittwoch wurde der 41-Jährige beim Vorjahressieger der asiatischen Champions League offiziell vorgestellt.

Cannavaro hatte vorher in den Vereinigten Arabischen Emiraten im Trainerstab des Spitzenklubs Al-Ahly gearbeitet.

Lippi hatte am vergangenen Sonntag nach seinem dritten Titelgewinn mit Guangzhou in Chinas Super League in Serie seine Trainer-Laufbahn für beendet erklärt.

Bei der Pressekonferenz sagte Lippi jedoch, er würde den Titel "Cheftrainer" behalten, aber Cannavaro würde für die tägliche Arbeit mit der Mannschaft als neuer "leitender Cheftrainer" zuständig sein.

"Es gab einige Missverständnisse über das, was ich vorher gesagt hatte, dass ich hinschmeißen würde und das Team im Stich lasse", sagte Lippi: "Ich bin immer noch Cheftrainer, aber eben nicht mehr jeden Tag auf dem Platz."

Vielmehr schlug Lippi, der in seiner Karriere als Coach bisher 18 Titel gewann, den Verantwortlichen bei Asiens angeblich reichstem Klub vor, diesen neuen Posten einzurichten, damit der 66-Jährige öfter seine Familie in Italien besuchen kann.

Für Cannavaro, gegen den in seiner Heimat seit kurzem Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe laufen, könnte sich das Engagement im Reich der Mitte lohnen.

Lippi, der im Vorjahr bei der Klub-WM in Marokko im Halbfinale mit Guangzhou am späteren Titelgewinner Bayern München gescheitert war, soll bereits in der vorletzten Saison umgerechnet gut neun Millionen Euro verdient haben.

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